Einreiseverbot für Cenk Uygur und Hasan Piker erschüttert SXSW London
Zwei prominente Redner, Cenk Uygur und Hasan Piker, wurde diese Woche die Einreise nach Großbritannien verweigert. Das Innenministerium erließ das Verbot am Montag und verhinderte damit ihre geplanten Auftritte bei der SXSW London. Das Festival, das vom 1. bis 6. Juni in Shoreditch stattfindet, steht seitdem wegen dieser Entscheidung in der Kritik.
Piers Morgan, der am Donnerstag bei der Veranstaltung sprach, äußerte sich öffentlich gegen das Vorgehen. Er argumentierte, dass Uygurs Ausschluss auf dessen scharfe Kritik an der israelischen Regierung zurückzuführen sei.
Uygur sollte sowohl bei der SXSW London als auch an der Universität Oxford Vorträge halten. Seine geplanten Auftritte wurden jedoch abgesagt, nachdem das Innenministerium seine Einreise blockiert hatte. Auch der Kommentator Hasan Piker wurde im Rahmen derselben Entscheidung die Einreise verweigert.
Die Organisatoren der SXSW London veröffentlichten später eine Erklärung, in der sie Piers Morgans Recht auf freie Meinungsäußerung unterstützten. Die Einreiseverbote gegen Uygur und Piker thematisierten sie jedoch nicht direkt. Morgan bezeichnete die Art und Weise, wie das Festival mit der Situation umgegangen war, daraufhin als enttäuschend.
In seiner Rede am Donnerstag bekräftigte Morgan seine Überzeugung, dass Uygurs Haltung zu Israel für das Einreiseverbot verantwortlich sei. Er stellte infrage, ob politische Ansichten Redner von der Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen ausschließen sollten.
Das Innenministerium hat bisher keine detaillierten Gründe für die Einreiseverweigerungen genannt. Uygur und Piker können weiterhin nicht an ihren geplanten Terminen in Großbritannien teilnehmen. Unterdessen läuft das Programm der SXSW London in Shoreditch bis zum 6. Juni weiter.






