Duisburger Gaskunden erhalten verwirrende Rechnungen mit Fünffach-Kostenwarnung
Mila BeckerDuisburger Gaskunden erhalten verwirrende Rechnungen mit Fünffach-Kostenwarnung
Die Stadtwerke Duisburg haben kürzlich Schreiben an alle ihre Gaskunden verschickt, darunter auch an Renate R., die ihren Brief am 28. September 2022 erhielt. Die nach der Energiesicherungsmaßnahmenverordnung (EnSikuMaV) vorgeschriebenen Schreiben sorgten aufgrund ihres Inhalts und des Zeitpunkts für Verwirrung.
Das Unternehmen hatte die Benachrichtigungen früher als geplant versendet, weil es bei einem Versanddienstleister zu einem Fehler gekommen war. Die Briefe verglichen den Verbrauch der Kunden mit einem ab dem 1. September 2022 geltenden Standardtarif – und nicht mit ihren tatsächlichen Vertragskonditionen. Dies führte zu Missverständnissen, da sowohl der Sohn von Renate R. als auch ein Kundenservice-Mitarbeiter die Angaben als unklar empfanden.
Kunden mit Standardtarifen wurden Mitte September über anstehende Änderungen informiert. Wer einen Festpreisvertrag hat, erhält vor Ablauf der Preissicherung eine separate, individuelle Benachrichtigung. Die in den Schreiben genannte Vergleichsrate entfällt, sobald die Stadtwerke Duisburg ihre Tarife zum 1. November 2022 zusammenführen.
In Renate R.s Brief hieß es, ihre Gasrechnung könnte auf fast das Fünffache ihres aktuellen geschätzten Verbrauchs steigen. Als Reaktion empfahl ihr das Unternehmen, die Raumtemperatur zu senken, um die möglichen Mehrkosten zu vermeiden.
Der vorzeitige Versand und die irreführenden Vergleiche in den Schreiben haben bereits für Verunsicherung gesorgt. Inhaber von Festpreisverträgen erhalten vor Ende ihrer aktuellen Konditionen klarere, maßgeschneiderte Informationen. Die neue Tarifstruktur tritt am 1. November 2022 vollständig in Kraft.
