29 March 2026, 20:18

Deutz AG spart radikal – Nachfrageeinbruch bei Baumaschinen und Agrartechnik trifft hart

Eine Liniengrafik zeigt die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit begleitendem Text, der die wirtschaftlichen Erholungstrends hervorhebt.

Deutz AG spart radikal – Nachfrageeinbruch bei Baumaschinen und Agrartechnik trifft hart

Deutz AG kürzt Kosten drastisch – Nachfrage nach Baumaschinen und Agrartechnik bricht ein

Die Deutz AG reagiert mit scharfen Einsparungen auf den Rückgang der Nachfrage nach ihren Baumaschinen und landwirtschaftlichen Geräten. Bis Ende 2026 will das Unternehmen jährlich 50 Millionen Euro einsparen. Erste Maßnahmen laufen bereits: Allein im aktuellen Quartal sind Kürzungen in Höhe von 20 Millionen Euro geplant.

Der neue Finanzvorstand Oliver Neu übernahm am 1. Oktober die Geschäfte – zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen seine finanziellen Ziele anpasst. Die Umsatzprognose für 2024 wurde von bis zu 2,1 Milliarden Euro auf etwa 1,8 Milliarden Euro gesenkt.

Die vergangenen zwei Jahre waren für die Deutz AG schwierig. Trotz eines Auftragsplus von 13,7 Prozent und eines Umsatzwachstums von 12,7 Prozent in den Jahren 2024–2025 blieb die Nachfrage in den wichtigsten Absatzmärkten – Europa, Nordamerika und Asien – bis 2025 schwach. Anfang 2026 zeichnete sich zwar eine leichte Erholung ab, insbesondere im Bau- und Agrarsektor, doch die grundlegenden Herausforderungen blieben bestehen.

Das klassische Motorengeschäft des Konzerns litt unter der schwachen Marktnachfrage, während Zuwächse aus Übernahmen und dem Energiesegment die Verluste teilweise ausglichen. Auch externe Faktoren wie EU-Infrastrukturförderungen und globale Elektrifizierungstrends spielten eine Rolle. Doch der Nachfrageeinbruch zwang die Deutz AG nun zum schnellen Handeln.

Die Produktion läuft mittlerweile mit weniger Überstunden, in einigen Bereichen wurde Kurzarbeit eingeführt. Auch die Verwaltungskosten stehen auf dem Prüfstand: Dienstreisen wurden strengere Regeln unterworfen. Selbst Forschung und Entwicklung bleibt nicht verschont – hier werden Stellen abgebaut und die Budgets für "Neue Technologien"-Projekte gekürzt.

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Diese Schritte sind Teil eines umfassenden Sparprogramms, das mit der Unternehmensstrategie "Dual+" verknüpft ist. Bis 2030 peilt die Deutz AG weiterhin einen Umsatz von 4 Milliarden Euro bei einer EBIT-Marge von 10 Prozent an. Kurzfristig geht es jedoch darum, die Finanzen in einem schwierigen Marktumfeld zu stabilisieren.

Das Einsparprogramm läuft bis 2026 und sieht sofortige Kürzungen in Produktion und Verwaltung vor. Die Umsatzerwartungen für 2024 wurden nach unten korrigiert, da die Nachfrage schwächer ausfiel als erwartet. Die nächsten Finanzberichte werden zeigen, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Performance in unsicheren Zeiten zu festigen.

Quelle