DeepL plant Börsengang in den USA – Nasdaq als bevorzugtes Ziel für 2025
Mats HartmannDeepL plant Börsengang in den USA – Nasdaq als bevorzugtes Ziel für 2025
DeepL, ein in Köln ansässiges KI-Übersetzungsunternehmen, prüft einen Börsengang in den USA. Das 2017 gegründete Start-up hat bereits erste Gespräche mit Finanzberatern geführt. Ein möglicher Börsengang könnte bereits im kommenden Jahr stattfinden – bevorzugt an der Nasdaq in New York.
Der Schritt folgt einer Welle von Investitionen in KI-Technologien, darunter auch DeepLs eigene Finanzierungsrunde über 300 Millionen US-Dollar im Mai 2024, durch die sich der Unternehmenswert damals auf zwei Milliarden US-Dollar verdoppelte. Seit seinem Marktstart ist DeepL rasant gewachsen und beschäftigt mittlerweile über 100 Mitarbeiter. Das Unternehmen spezialisiert sich auf KI-gestützte Übersetzungen und hat sich als starker Konkurrent in diesem Segment etabliert.
In den letzten Monaten hat DeepL ein Listing in den USA ins Auge gefasst und strebt dabei eine Bewertung von bis zu fünf Milliarden US-Dollar an. Zwar wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen, doch die Nasdaq bleibt die erste Wahl für den Börsengang. Bei Erfolg könnte der Aktienverkauf 2025 über die Bühne gehen.
Der Vorstoß für einen Börsengang fällt in eine Phase allgemeiner Branchenentwicklungen: Das deutsche KI-Start-up Black Forest Labs verhandelt Berichten zufolge über eine Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit rund vier Milliarden US-Dollar bewerten könnte. Gleichzeitig kündigte der Chiphersteller Nvidia an, bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren – mit Fokus auf neue Rechenzentren und KI-Infrastruktur.
DeepLs geplanter Börsengang spiegelt das wachsende Interesse von Investoren an KI-getriebenen Unternehmen wider. Der Sektor verzeichnet erhebliche finanzielle Unterstützung, während große Player ihre Aktivitäten ausbauen und die Unternehmenswerte kontinuierlich steigen.
Für DeepL würde der Börsengang einen bedeutenden Meilenstein darstellen – besonders nach dem jüngsten Finanzierungserfolg. Eine Bewertung von bis zu fünf Milliarden US-Dollar würde die Position des Unternehmens im hart umkämpften Markt für KI-Übersetzungen weiter festigen.
Gleichzeitig unterstreicht der Schritt die zunehmende Dynamik bei KI-Investitionen, da Unternehmen wie Nvidia und Black Forest Labs beträchtliche Mittel in den Sektor stecken. Sollte der Börsengang Realität werden, könnte er eine Benchmark für andere europäische KI-Start-ups setzen, die den US-Markt anvisieren.






