17 April 2026, 06:20

"Circle of Life"-Komponist verklagt Comedian wegen respektloser Lied-Interpretation

Schwarze und weiße Illustration einer Gruppe von Löwen in einer Dschungellandschaft mit üppiger Vegetation und Bäumen, die den Text 'Der Löwenkönig' unten zeigt.

"Circle of Life"-Komponist verklagt Comedian wegen respektloser Lied-Interpretation

Lebohang Morake, der Komponist hinter dem ikonischen "Circle of Life"-Gesang aus "Der König der Löwen", verklagt den Komiker Learnmore Mwanyenyeka – bekannt unter seinem Künstlernamen Learnmore Jonasi. Der simbabwische Stand-up-Comedian wird beschuldigt, in einem Podcast-Interview die Liedtexte des Stücks verächtlich gemacht zu haben. Im Mittelpunkt des Streits steht eine Übersetzung, die Morake zufolge sein Werk verfälscht und dessen kulturelle Bedeutung herabwürdigt.

Die Klage geht auf Äußerungen Jonasis in einem Podcast zurück, in dem er die Zulu- und Xhosa-Texte des Liedes mit "Schaut mal, da ist ein Löwe. Oh mein Gott" wiedergab. Morake betont hingegen, dass die offizielle Disney-Version – "Lang lebe der König, wir alle verneigen uns vor dem König" – tiefen Respekt und eine große symbolische Tragweite transportiert. Laut Gerichtsakten sei Jonasis Interpretation nicht nur falsch, sondern bewusst respektlos gewesen und habe die eigentliche Bedeutung des Liedes entwertet.

Jonasi, der durch seine Comedy-Auftritte und Teilnahmen an "America's Got Talent" eine große Fangemeinde aufgebaut hat, reagierte mit einer Unterstützungserklärung für Morake. Er bot an, ein Video aufzunehmen, in dem er die wahre kulturelle und künstlerische Tiefe des Gesangs erklärt. Dennoch wird die Klage weiterverfolgt: Morake fordert über 20 Millionen US-Dollar als Schadensersatz sowie zusätzliche 7 Millionen US-Dollar als Strafschadensersatz.

Der Komiker, der derzeit auf Tournee durch die USA ist, hatte "Der König der Löwen" und andere US-amerikanische Darstellungen Afrikas bereits in seinen Programmen kritisiert. Sein Instagram-Post zur Klage erreichte bereits über drei Millionen Menschen und befeuert die Debatte weiter.

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Morakes Anwälte bestehen darauf, dass Jonasis Aussagen kein Missverständnis, sondern ein gezielter Versuch gewesen seien, die Bedeutung des Liedes lächerlich zu machen. Nun hängt der Ausgang des Verfahrens davon ab, ob das Gericht die Äußerungen als Satire oder als schädliche Verfälschung bewertet.

Das Urteil in diesem Fall könnte Präzedenzcharakter für den Umgang mit kulturellen Werken in Comedy und öffentlicher Diskussion haben. Beide Seiten bleiben vorerst unnachgiebig: Während Morake auf finanzielle Wiedergutmachung pocht, hält Jonasi an seinem Angebot fest, die wahre Bedeutung des Liedes zu erläutern. Die Auseinandersetzung bleibt in den kommenden Monaten ein viel beachteter Prozess.

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