Chaos bei Fußballspiel: Pyrotechnik, Hooligans und Bahnblockade in Ahlen
Mats HartmannChaos bei Fußballspiel: Pyrotechnik, Hooligans und Bahnblockade in Ahlen
Ausschreitungen bei Unterhaus-Fußballspiel: Partiefans werfen Böller, Bahnverkehr gestört
Ein Spiel der unteren Ligen zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 ist am Wochenende in Gewalt umgeschlagen. Die Partie wurde abgebrochen, nachdem Fans Pyrotechnik auf den Platz geworfen hatten. Gleichzeitig kam es zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Hooligan-Gruppen, die zu Festnahmen und Behinderungen im Schienenverkehr führten. Die Polizei griff ein, um eine weitere Eskalation zu verhindern – dennoch gab es Sachschäden an der Infrastruktur und Verletzte in den eigenen Reihen.
Die Unruhen begannen bereits früh, als Heimfans Pyrotechnik zündeten und Gäste mit Böllern reagierten. Der Schiedsrichter mahnte beide Seiten wiederholt, bevor er das Spiel schließlich abbrach und Wattenscheid den Sieg zusprach.
Nach dem Abbruch drangen etwa 40 Personen auf nahegelegene Gleise vor, rissen Schottersteine heraus und zwangen die Bahn so zu einer vorübergehenden Unterbrechung des Zugverkehrs. Unterdessen stürmten Hooligans von Rot-Weiß Ahlen – unterstützt von Anhängern des niederländischen Clubs PEC Zwolle – das Spielfeld und lieferten sich Gefechte mit der Polizei.
Drei Zwolle-Fans wurden vorläufig festgenommen: Zwei Erwachsene kamen in Untersuchungshaft, ein Minderjähriger wurde in Schutzhaft genommen. Ein Beamter erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange getroffen worden war. Trotz des Chaos blieben Unbeteiligte unverletzt.
Die Behörden ermitteln nun wegen Landfriedensbruchs und Angriffe auf Polizeikräfte. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Fan-Ausschreitungen in dieser Saison ein. Mehrere Vereine mussten bereits Strafen wegen Pyrotechnik und Gewalt zahlen. Erst im November 2025 waren bei einem Regionalliga-Spiel zwischen Chemnitzer FC und BFC Dynamo vier Personen verletzt worden, nachdem Fans Leuchtraketen gezündet hatten.
Der abgebrochene Spieltag unterstreicht die anhaltenden Probleme mit Fan-Gewalt im deutschen Fußball. Die Ermittlungen zu den Ausschreitungen und der Bahnblockade laufen, während Vereine weiterhin mit Konsequenzen für Sicherheitsverstöße rechnen müssen. Die Polizei bestätigte, dass es keine schweren Verletzungen gab – doch der Vorfall verlängert die Liste der Zwischenfälle in dieser Saison.






