Bürgergemeinschaft Solingen attackiert undurchsichtige Gehaltsreform im Städtischen Klinikum
Marie SimonBürgergemeinschaft Solingen attackiert undurchsichtige Gehaltsreform im Städtischen Klinikum
Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat die neue Gehaltsstruktur des Solinger Städtischen Klinikums scharf kritisiert. Die Initiative wirft den Verantwortlichen vor, mit den Änderungen unsichere Arbeits- und Lebensbedingungen für die Beschäftigten zu schaffen – ein klarer Widerspruch zu den Grundwerten der Einrichtung.
Besonders verwerflich findet die BfS, dass CDU, FDP und SPD die künftigen Entgeltregelungen des Krankenhauses hinter verschlossenen Türen verhandelt haben. Solche weitreichenden Entscheidungen hätten laut der Gruppe öffentlich diskutiert werden müssen. Jan Salewski von der BfS betont, dass es hier um Transparenz und demokratische Teilhabe gehe.
Martin Bender, Sprecher der BfS, bezeichnet die neue Gehaltsstruktur als zynisch. Das Klinikum gebe zwar vor, Tarifbindung zu wahren, führe aber de facto ein deutlich schlechteres System ein. Die Organisation weist zudem die Begründung zurück, finanzielle Engpässe rechtfertigten niedrige Löhne im Gesundheitssektor.
Die BfS verweist darauf, dass Krankenhausmitarbeiter:innen in Deutschland eine unverzichtbare öffentliche Dienstleistung erbringen – ihre Bezahlung stehe jedoch in keinem Verhältnis zur Bedeutung ihrer Arbeit. Langfristig führe dies zu Fachkräftemangel, da qualifiziertes Personal weder gewonnen noch gehalten werden könne.
Mit ihrer Haltung hätten CDU, FDP und SPD jede Glaubwürdigkeit verloren, wenn es um die Interessen der Beschäftigten gehe, so die BfS. Die Verantwortung, sich für die Arbeitnehmer:innen einzusetzen, liege nun bei der Bürgergemeinschaft und den Grünen. Die Organisation bleibt in ihrer Ablehnung der neuen Entgeltregelungen kompromisslos.
