Bergische Wirtschaft kämpft mit Bürokratie und maroder Infrastruktur – Politiker bleiben Lösungen schuldig
Mats HartmannBergische Wirtschaft kämpft mit Bürokratie und maroder Infrastruktur – Politiker bleiben Lösungen schuldig
Lokale Wirtschaftsvertreter treffen Bergische Abgeordnete – Bürokratie und marode Infrastruktur im Fokus
Diese Woche trafen sich Vertreter der regionalen Wirtschaft mit Abgeordneten aus dem Bergischen Land, um über die wachsenden Sorgen wegen übermäßiger Bürokratie und mangelhafter Infrastruktur zu sprechen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bergisch Land organisierte das Gespräch und betonte, wie behördliche Hürden die Unternehmen in der Region zunehmend belasten. Im Mittelpunkt standen Verspätungen im Transportwesen, hohe Energiekosten und zögerliche Entscheidungsprozesse der Behörden.
An der Runde nahmen Vertreter von FDP und AfD teil, darunter Marcel Hafke und Dr. Hartmut Beucker. Beide stimmten den Bedenken der IHK zu, wiesen jedoch darauf hin, dass viele Probleme – etwa die Energiepolitik oder die Finanzierung des Verkehrs – nur auf Bundes- und EU-Ebene gelöst werden könnten. Ursprünglich hatten auch CDU-Abgeordnete ihre Teilnahme zugesagt, sagten jedoch kurzfristig ab.
Unternehmensvertreter äußerten sich enttäuscht über das Fernbleiben von SPD- und Grünen-Politikern, die aus politischen Gründen abgesagt haben sollen. IHK-Präsident Henner Pasch kritisierte, dass Firmen immer mehr Zeit und Geld in die Erfüllung von Vorschriften statt in Wachstum investieren müssten. Zudem prangerte er an, dass übertriebene Bürokratie bei Behörden zu unverhältnismäßigen Verzögerungen führe.
Die Vollversammlung der IHK hatte sich zuvor mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, mit allen gewählten Volksvertretern im Dialog zu bleiben. Um die Gespräche fortzuführen, kündigte die Kammer eine Podiumsdiskussion zu den Europawahlen 2024 an.
Die Debatte unterstrich die Herausforderungen, vor denen die Bergische Wirtschaft steht – von steigenden bürokratischen Anforderungen bis hin zu maroden Verkehrsnetzen. Zwar erkannten einige Abgeordnete die Probleme an, doch ohne breitere politische Zusammenarbeit bleiben Lösungen ungewiss. Die geplante IHK-Veranstaltung zu den EU-Wahlen soll eine weitere Plattform für den Austausch bieten.






