Bergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Industriegebiet West
Henry BraunBergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht für Industriegebiet West
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um Gewerbeflächen für die künftige Entwicklung zu sichern. Im Mittelpunkt des Plans steht das Gewerbegebiet West, darunter auch das Gelände von Saint-Gobain Isover, das zentral in der Stadt liegt. Bürgermeister Marcel Kreutz betonte die Bedeutung des Erhalts von Industrieflächen für das Wirtschaftswachstum.
Die geplante Verordnung räumt der Stadt ein Vorkaufsrecht für ein 18,8 Hektar großes Areal im Gewerbegebiet West ein. Dazu gehört auch das 11 Hektar große Saint-Gobain-Isover-Gelände, von dem Teile derzeit brachliegen oder nur unzureichend genutzt werden. Das Gebiet umfasst zudem Flächen in der Nähe der Britannia Hütte und der Hermann-Löns-Straße.
Saint-Gobain Isover hat in den vergangenen Jahren erhebliche Veränderungen in der Belegschaft erlebt. Die Zahl der Beschäftigten sank von 220 auf 60, bevor sie wieder auf 75 anstieg. Dennoch plant das Unternehmen nicht, das Gelände zu verkaufen, und investiert weiterhin in den Standort.
Ziel des städtischen Vorhabens ist es, die knappen Gewerbeflächen im Stadtzentrum zu erhalten und zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Durch das Vorkaufsrecht möchte Bergisch Gladbach die künftige städtische Entwicklung in diesem wichtigen Industriegebiet mitgestalten.
Der Stadtrat wird über die Annahme der Verordnung beraten, um die Kontrolle über das Gewerbegebiet West zu stärken. Mit diesem Schritt sichert sich die Stadt Einfluss auf die Nutzung der entscheidenden Industrieflächen – darunter auch das zentral gelegene Saint-Gobain-Isover-Gelände, das weiterhin ein zentraler Ansatzpunkt für mögliche Entwicklungen bleibt.






