Beckum bekommt innovativen Großspeicher für Bahnstrom und Netzstabilität
Mila BeckerBeckum bekommt innovativen Großspeicher für Bahnstrom und Netzstabilität
Neuer Großspeicher in Beckum geht noch in diesem Jahr ans Netz
In Beckum entsteht bis Jahresende eine moderne Großspeicheranlage für Strom. Das Projekt wird von der Energieversorgung Beckum (evb), Westenergie und Eon Energy Solutions (ESY) vorangetrieben und soll eine Leistung von 20 Megawatt sowie eine Kapazität von 55 Megawattstunden bereitstellen. Die Vermarktung der Anlage übernimmt Entrix – erstmals nach einem neuartigen Geschäftsmodell.
Die Flexibilität des Speichers wird über ein Power Storage Agreement (PSA) gesteuert, das sicherstellt, dass ausreichend gespeicherter Strom für jährlich 1,3 Millionen Kilometer im ICE-Betrieb zur Verfügung steht. Die DB Energie, eine Tochter der Deutschen Bahn, hat das Recht, diese Flexibilität einen Tag vor Nutzung abzurufen, um ihr Portfolio an erneuerbaren Energien zu stabilisieren. Der Vertrag sichert der DB Energie diese Option für zehn Jahre.
Entrix setzt bei dem Projekt sein Modell "Entrix FloorPlus" ein, das der evb feste Zahlungen für garantierte Kapazitäten bietet. Dieses Vorgehen schafft planbare Einnahmen und balanciert Risiko und Gewinn aus. Das Modell eignet sich für Batteriespeicher mit einer Leistung zwischen 20 und 100 Megawatt und sieht Vertragslaufzeiten von drei bis fünfzehn Jahren vor.
Nicht genutzte Flexibilität, die nicht von der DB Energie in Anspruch genommen wird, handelt Entrix weiter. Das Unternehmen verkauft die verbleibende Kapazität über seine eigene Plattform für Intraday-Handel und Ausgleichsenergie. Besonders für kommunale Versorger, Investoren und Projektentwickler ist das Modell aufgrund seiner finanziellen Planbarkeit attraktiv.
Die Anlage in Beckum ist der erste Großspeicher, bei dem Entrix das "FloorPlus"-Modell einsetzt. Da die Bauarbeiten kurz vor dem Abschluss stehen, soll der Speicher in den kommenden Monaten den Betrieb aufnehmen. Die Vereinbarung sichert der Deutschen Bahn langfristige Flexibilität und trägt durch den Handel mit Überschusskapazitäten zur Netzstabilität bei.






