Aldi Süd baut 1.250 Stellen am Hauptsitz ab – Digitalbereich besonders betroffen
Marie SimonAldi Süd baut 1.250 Stellen am Hauptsitz ab – Digitalbereich besonders betroffen
Aldi Süd streicht 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr
Die Kürzungen betreffen vor allem den Digitalbereich Aldi DX, wo über 1.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Das Unternehmen betont jedoch, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Stattdessen sollen Abfindungsangebote freiwillige Austritte fördern.
Der Discount-Supermarkt hatte in den vergangenen Jahren seine IT-Belegschaft stark ausgebaut. Bis Ende 2024 wuchs die Abteilung auf über 4.000 Mitarbeiter an, was zur Gründung von Aldi DX führte – einer Tochtergesellschaft, die im Rahmen des Projekts AHEAD ein globales, einheitliches IT-System aufbauen sollte.
Nun ändert das Unternehmen seine Strategie. Statt auf ein großes internes Team zu setzen, wird Aldi Süd künftig mehr Technologieleistungen auslagern. Der IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS) wird seine Zusammenarbeit mit dem Händler vertiefen und eine größere Rolle bei der Modernisierung der Systeme übernehmen.
Von den Stellenstreichungen betroffen ist auch Aldi International Services, die Abteilung für den globalen Einkauf. Das Unternehmen versichert jedoch, dass niemand gegen seinen Willen entlassen werde. Ausscheidende Mitarbeiter erhalten finanzielle Pakete im Rahmen eines freiwilligen Trennungsprogramms.
Die Umstrukturierung bedeutet, dass Aldi Süd künftige IT-Projekte mit einem deutlich schlankeren internen Team umsetzen wird. TCS übernimmt einen größeren Teil der technologischen Anforderungen des Händlers. Die Neuausrichtung spiegelt einen allgemeinen Trend zu mehr Outsourcing und effizienteren Abläufen wider.






