25 May 2026, 08:16

14,8 Millionen Euro für bahnbrechende Terahertz-Technologie aus Deutschland

Neue Perspektiven für die Materialerkennung

14,8 Millionen Euro für bahnbrechende Terahertz-Technologie aus Deutschland

Deutsche Forscher haben 14,8 Millionen Euro an Fördergeldern eingeworben, um eine bahnbrechende Technologie zur Materialerkennung voranzutreiben. Das MARIE-Projekt, geleitet von Prof. Dr. Thomas Kaiser und Prof. Dr. Ilona Rolfes, zielt darauf ab, tragbare Geräte zu entwickeln, die Materialien mit extremer Präzision identifizieren und lokalisieren können. In dieser neuesten Phase soll die Technologie von Laborexperimenten in die praktische Anwendung überführt werden.

Das MARIE-Projekt startete 2016 mit dem Schwerpunkt auf mobiler Materialidentifikation. In den ersten beiden Förderphasen entwickelte das Team kompakte Sender und Empfänger, die Signale bis zu 6 Terahertz verarbeiten. Diese Systeme zählen zu den leistungsfähigsten weltweit und ermöglichen die Analyse von Materialien in bewegten Objekten mit hoher Genauigkeit.

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Die nun von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte dritte Phase konzentriert sich auf konkrete Anwendungen. Die Wissenschaftler planen Prototypen zu bauen, die Materialunterschiede im Mikrometerbereich erkennen. Zukünftige Versionen der Technologie könnten auf die Größe eines Stecknadelkopfs schrumpfen und damit neue Einsatzmöglichkeiten in der Notfallrettung, im Gesundheitswesen, in der Logistik und der Unfallprävention eröffnen.

Terahertz-Technologie könnte die Materialerkennung ähnlich revolutionieren wie Gigahertz-Funkwellen einst die Kommunikation. Das Team stellt sich Systeme vor, die Stoffe auf Abruf identifizieren und lokalisieren – und so Sicherheit und Effizienz in verschiedenen Branchen steigern.

Mit den 14,8 Millionen Euro an neuer Förderung rückt das MARIE-Projekt der praktischen Nutzung einen Schritt näher. Die Fähigkeit, Materialien auf mikroskopischer Ebene zu erkennen und zu orten, könnte bald Bereichen wie Rettungsdiensten und der Industrie zugutekommen. Die in dieser Phase entwickelten Prototypen werden entscheiden, wie schnell diese Innovationen auf den Markt kommen.

Quelle