08 April 2026, 08:27

Wohnungsnot in NRW: Tausende Studierende ohne Bleibe vor Semesterstart

Gruppe von Studenten marschiert in Berlin mit einem bunt bemalten "Students for Future"-Schild an Gebäuden, Bäumen und Himmel vorbei.

Wohnungsnot in NRW: Tausende Studierende ohne Bleibe vor Semesterstart

Tausende Studierende in Nordrhein-Westfalen (NRW) kämpfen darum, vor Beginn des Wintersemesters eine Wohnung zu finden. Mit Wartelisten für Studentenwohnheime, die sich in die Tausende erstrecken, sehen sich viele mit langen Wartezeiten oder horrend hohen Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt konfrontiert. Der Wohnungsmangel zwingt einige Städte zu improvisierten Lösungen – von der Umnutzung alter Gebäude bis hin zu Forderungen nach mehr Fördergeldern.

In Köln, Münster und Bonn warten noch zwischen 2.500 und 3.000 Studierende auf einen Platz im Wohnheim. Besonders dramatisch ist die Lage in Aachen und Jülich, wo rund 11.000 Studierende immer noch nach einer Unterkunft suchen. Selbst in der kleineren Universitätsstadt Siegen harren etwa 700 Studierende einer Bleibe.

Die Mieten in den Studentenwohnheimen variieren in NRW stark: In Bielefeld kosten Zimmer etwas über 200 Euro im Monat, doch die Wartezeit beträgt dort bis zu vier Semester. In Köln liegen die Preise bei rund 340 Euro – immer noch deutlich günstiger als auf dem freien Markt. Doch selbst die niedrigeren Kosten nützen wenig, wenn die knappen Plätze viele zwingen, woanders zu suchen.

Um die Situation zu entlasten, plant Bonn-Auerberg, ein altes Parkdeck in Studentenwohnungen umzuwandeln. Gleichzeitig fordern die Studierendenwerke in NRW mehr günstige Grundstücke und bessere Finanzierung, um die Kapazitäten der Wohnheime auszubauen. In einigen Städten hat sich die Lage weiter verschärft, wo die Zahl der wohnungslosen Studierenden stetig steigt.

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Die Wohnungsnot für Studierende in NRW zeigt keine Anzeichen einer Besserung. Mit Wartelisten in den Tausenden und steigenden Mieten wird das Semester für viele ohne feste Bleibe beginnen. Städte und Hochschulen stehen nun unter Druck, schnell Lösungen zu finden, bevor sich die Krise weiter zuspitzt.

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