12 June 2026, 14:15

Wie Kreuzau mit Digital-Lotsen die Verwaltung revolutioniert

Erfolgsmodell: Digitalisierungsoffizier

Wie Kreuzau mit Digital-Lotsen die Verwaltung revolutioniert

Kreuzau, eine 18.000-Einwohner-Stadt in Nordrhein-Westfalen, hat bei der Digitalisierung seiner Verwaltungsdienstleistungen bedeutende Fortschritte gemacht. Seit dem Sommer 2022 setzt die Kommune mit einer eigenen Digitalisierungsbeauftragten auf eine gezielte Transformation.

Maike Ochs übernahm diese Position in Kreuzau – zunächst in einer 80-Prozent-Stelle über einen externen IT-Dienstleister. Ihre Tätigkeit ist bis Ende 2026 finanziert. Als sie begann, verfügte die Verwaltung zwar bereits über ein Dokumentenmanagementsystem, doch dessen Nutzung war in den verschiedenen Fachbereichen uneinheitlich.

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Ochs baute ein Team von 16 Digital-Lotsen auf, die die Digitalisierungsvorhaben begleiten und mitgestalten. Diese Ansprechpartner sind mittlerweile in jedem Amt vertreten und bringen Fachwissen für die bald digital angebotenen Dienstleistungen ein. Unter ihrer Federführung wurden etwa Unterlagen zu Wohngeld, Hundesteuer oder Personalakten in digitale Prozesse überführt.

2023 führte Kreuzau ein Online-Meldesystem für Schäden ein, über das Bürger Störungen direkt auf der städtischen Website melden können. Zudem ging ein digitales Buchungssystem für Sportanlagen und Sitzungsräume an den Start. Trotz dieser Erfolge zeigte eine Umfrage aus demselben Jahr: Noch immer verfügt die Hälfte aller deutschen Kommunen über keine Digitalisierungsbeauftragten.

Mittlerweile bietet Kreuzau eine Reihe digitaler Services – von der Online-Meldung bis hin zu Buchungstools. Der strukturierte Ansatz unter der Leitung von Ochs und ihrem Team hat Effizienz und Bürgerfreundlichkeit spürbar verbessert. Die Entwicklungen stehen exemplarisch für den bundesweiten Modernisierungsschub in der Kommunalverwaltung.

Quelle