07 April 2026, 06:16

Wanderungsströme kehren sich um: Warum Siegen-Wittgenstein nun Menschen an Ostdeutschland verliert

Alte Deutschlandkarte mit beschrifteten Provinzen auf altem Papier mit handgeschriebener Text.

Wanderungsströme kehren sich um: Warum Siegen-Wittgenstein nun Menschen an Ostdeutschland verliert

Wanderungsbewegungen zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland haben sich in den letzten drei Jahrzehnten gewandelt. Während nach der Wiedervereinigung Tausende in den Westen zogen, zeigen die jüngsten Jahre ein umgekehrtes Bild: Mehr Menschen verlassen die Region in Richtung der neuen Bundesländer, als dorthin ziehen. Die Daten belegen einen stetigen Rückgang der Zuzüge seit dem Höchststand in den 1990er-Jahren.

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1991 verließen fast 1.200 Menschen Ostdeutschland, um sich in Siegen-Wittgenstein niederzulassen – der stärkste Zuzug seit der Wiedervereinigung. Insgesamt kamen in den folgenden Jahren rund 12.700 Personen in die Region. Die meisten Neuankömmlinge stammten aus Sachsen-Anhalt, während aus Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten zuzogen.

Seit 2010 pendelt sich die Zahl der Zuzüge bei jährlich 200 bis 300 Personen ein. Doch ab 2020 kehrte sich der Trend um: Seither verlassen mehr Einwohner Siegen-Wittgenstein in Richtung Ostdeutschland, als aus den neuen Bundesländern hinzukommen. Insgesamt haben seit 1991 etwa 9.200 Menschen den umgekehrten Weg gewählt.

Die Migrationsbilanz zwischen Siegen-Wittgenstein und den neuen Bundesländern hat sich verschoben. Nach Jahrzehnten mit einem Zuzugsüberschuss verzeichnet die Region nun mehr Fortzüge. Amtliche Statistiken bestätigen diesen Wandel und zeigen eine deutliche Umkehr der Wanderungsströme seit dem Jahr 2020.

Quelle