ver.di ruft zu Streiks bei DHL nach gescheiterten Tarifverhandlungen auf
Henry Braunver.di ruft zu Streiks bei DHL nach gescheiterten Tarifverhandlungen auf
Die Gewerkschaft ver.di hat zu Streiks bei der Deutschen Post DHL Group (DPAG) aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten sind. Sie fordert eine Lohnerhöhung von 15 Prozent für 160.000 organisierte Beschäftigte und begründet dies mit den massiven Einkommensverlusten durch die hohe Inflation.
Die letzte Lohnerhöhung im Rahmen des aktuellen Tarifvertrags betrug im Januar 2022 lediglich 2 Prozent. Seither haben steigende Lebensmittel- und Energiepreise die Beschäftigten hart getroffen, da ein großer Teil ihres Nettoeinkommens für grundlegende Ausgaben draufgeht.
ver.di setzt sich zudem für die Weiterzahlung der Postzulage für 23.000 beamtete Postmitarbeiter ein. Für Auszubildende und dual Studierende verlangt die Gewerkschaft eine monatliche Zusatzzahlung von 200 Euro. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Thomas Großstück, Leiter des ver.di-Fachbereichs Postdienste in Nordrhein-Westfalen, erklärte, dass Streiks unvermeidlich seien, da es seitens des Arbeitgebers keine Angebote gebe. Die überwiegende Mehrheit der DPAG-Beschäftigten – 140.000 von 160.000 – ist in die Entgeltgruppen 1 bis 3 eingestuft und erhält ein monatliches Grundgehalt zwischen 2.108 und 3.090 Euro brutto.
Zu den Forderungen der Gewerkschaft zählen höhere Löhne, zusätzliche Unterstützung für Auszubildende sowie der Erhalt von Zulagen. Falls angenommen, würden die Änderungen für den Großteil der DPAG-Belegschaft im Rahmen des neuen Tarifvertrags gelten.
