17 June 2026, 19:27

UN-Bericht enthüllt dramatischen Rückgang wandernder Tierarten weltweit

Weltweite Wandernde Tierarten nehmen ab, sagt UN-Bericht

UN-Bericht enthüllt dramatischen Rückgang wandernder Tierarten weltweit

Erster Bericht zum Zustand wandernder Tierarten veröffentlicht

Der erste Bericht zum Zustand der wandernden Tierarten weltweit wurde vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) veröffentlicht. Er untersucht die Situation von 1.189 Tierarten, die durch das Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wild lebender Arten (CMS) geschützt sind. Diese Arten sind für Ökosysteme von entscheidender Bedeutung und leisten unverzichtbare Dienste für die Menschheit.

Laut Bericht ist mehr als ein Fünftel der CMS-gelisteten Arten vom Aussterben bedroht. Weitere 44 Prozent verzeichnen rückläufige Bestände. Lebensraumverlust und Übernutzung bleiben die größten Gefahren für ihr Überleben.

Auch der Klimawandel, Umweltverschmutzung und invasive Arten belasten wandernde Tierarten zusätzlich. Nicht nachhaltige menschliche Aktivitäten verschärfen viele dieser Herausforderungen. Darüber hinaus sind 399 weitere wandernde Arten gefährdet oder nahezu bedroht, stehen jedoch nicht unter formalem Schutz.

Trotz der alarmierenden Ergebnisse hebt der Bericht erfolgreiche Artenschutzmaßnahmen hervor: In Zypern konnte die illegale Vogeljagd mit Netzen eingedämmt werden, und in Kasachstan wurde die Saiga-Antilope durch gezielte Schutzprogramme vor dem Aussterben bewahrt.

Der Bericht unterstreicht die dringende Notwendigkeit verstärkter Schutzbemühungen. Mehr als ein Fünftel der CMS-Arten ist gefährdet, fast die Hälfte verzeichnet Bestandsrückgänge. Erfolgreiche Projekte wie in Zypern und Kasachstan zeigen jedoch, dass entschlossenes Handeln einen Unterschied machen kann.

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