20 March 2026, 16:17

Studie zeigt: Junge Menschen zweifeln zunehmend an der Demokratie – Extremismus droht

Ein Plakat mit der Aufschrift "Mangel an Bildung: Der Kreislauf" mit chaotischen Bildern von verschiedenen Menschen und fettem schwarzem Text.

Studie zeigt: Junge Menschen zweifeln zunehmend an der Demokratie – Extremismus droht

Eine neue Studie hat Besorgnis über die Konfrontation junger Menschen mit Extremismus und Fehlinformationen im Internet ausgelöst. Bundesbildungsministerin Karin Prien warnte, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene auf sozialen Medien mit frauenfeindlichen Inhalten, Gewalt und radikalen Botschaften konfrontiert werden. Ihre Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Forderungen nach strengeren Regulierungen für digitale Plattformen lauter werden.

Der dritte Demokratiebericht 2023 aus Nordrhein-Westfalen zeigt eine Veränderung der politischen Einstellungen bei jüngeren Generationen. Zwar befürworten noch 94 Prozent der 14- bis 18-Jährigen die Demokratie als bestes System, doch sinkt die Zustimmung bei den 19- bis 29-Jährigen deutlich. Nur 47 Prozent der Jugendlichen und 51 Prozent der jungen Erwachsenen sind mit der Funktionsweise der Demokratie in der Praxis zufrieden.

Der Bericht unterteilt die öffentliche Meinung in drei Kategorien: 44 Prozent gelten als "überzeugte Demokraten", 42 Prozent als "fragile Demokraten" und 8 Prozent als "Demokratiegegner". Die klassische politische Bildung in Schulen kommt mit der Bekämpfung von Online-Radikalisierung kaum nach – viele junge Menschen sind dadurch anfällig für extremistische Propaganda.

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Gleichzeitig wünschen sich 76 Prozent der Jugendlichen, dass politische Themen stärker im Unterricht behandelt werden. Prien betonte die Dringlichkeit, die Bildungsoffensive auszubauen, um schädlichen Online-Einflüssen entgegenzuwirken.

Die Ergebnisse deuten auf eine wachsende Kluft zwischen demokratischen Werten und der Zufriedenheit mit ihrer Umsetzung hin. Schulen und Politiker stehen nun unter Druck, die politische Bildung an das digitale Zeitalter anzupassen. Strengere Regeln für soziale Medien und modernisierte Lehrpläne könnten entscheidend sein, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Quelle