Straßenbauprojekte stocken: Personalmangel bremst Verkehrswende in der Stadt aus
Mila BeckerStraßenbauprojekte stocken: Personalmangel bremst Verkehrswende in der Stadt aus
Ausschuss für Mobilität und Verkehr tagte zu Schlüsselprojekten im Straßenbau
Diese Woche kam der Ausschuss für Mobilität und Verkehr zusammen, um wichtige Straßenprojekte in der Stadt zu bewerten. Aufgrund von Personalmangel können jedoch vorerst nur dringende Verkehrsmanagementmaßnahmen umgesetzt werden. Zu den getroffenen Entscheidungen zählen Änderungen an der Buchholzstraße sowie Verzögerungen bei anderen großen Vorhaben.
Die Mitglieder stimmten dafür, die Buchholzstraße weitgehend in ihrem bisherigen Zustand zu belassen und sich für Variante 1 der Verkehrsführung auszusprechen. Damit bleibt die bestehende Gestaltung erhalten, während kleinere Anpassungen noch geprüft werden könnten.
Personalnot stand im Mittelpunkt der Debatten Durch Haushaltskürzungen und eine anhaltende Personalkrise kann die Stadt die meisten Pläne zur Straßeninstandhaltung derzeit nicht umsetzen. Nur unverzichtbare statische Verkehrsregelungsmaßnahmen werden in naher Zukunft bearbeitet.
Für die Paffrather Straße müssen die Planer nun geschützte Radspuren in die Gestaltung einbeziehen. Gleichzeitig setzten sich SPD und Grüne für Änderungen am Verwaltungsvorschlag für den Lerbacher Weg ein – mit Fokus auf eine bessere Radinfrastruktur.
Die CDU schlug vor, die Straße „Auf der Kaule“ in Refrath um zwei Meter zu verbreitern, wobei Fläche des angrenzenden Waldes genutzt werden soll. Zudem sollte die Einbahnregelung aufgehoben werden, um Lkw-Zufahrten zu erleichtern. Doch für ein separates Radwegeprojekt am Refrather Hasenweg musste stellvertretender Bürgermeister Ragnar Migenda eine Niederlage einräumen: Ein Gerichtsurteil hatte die Pläne blockiert.
Maßnahmenprogramm 2026–2028 beschlossen – Priorität für 2026 Obwohl der Ausschuss das Maßnahmenprogramm für die Jahre 2026 bis 2028 billigte, werden vorerst nur die Projekte für 2026 vorrangig behandelt. Die Sanierung der Leverkuser Straße verschiebt sich auf 2027, mit Baubeginn in der zweiten Jahreshälfte.
Die Sitzung zeigte deutlich, wie stark der Personalmangel die Straßenbauprojekte beeinträchtigt: Viele Pläne werden verschoben oder reduziert. Während die Buchholzstraße nur minimale Änderungen erfahren wird, erfordern die Paffrather Straße und der Lerbacher Weg weitere Anpassungen für eine bessere Radverkehrsförderung. Die Arbeiten an der Leverkuser Straße bleiben vorerst für Ende 2027 vorgesehen – vorausgesetzt, die Ressourcen stehen zur Verfügung.






