Solingen: Wut über geplante Lohnkürzungen im Krankenhaus eskaliert
In Solingen steigen die Spannungen aufgrund geplanter Lohnkürzungen für Krankenhausmitarbeiter. Lokale Politiker und Gewerkschaften haben sich vehement gegen die Maßnahmen ausgesprochen. Die Debatte hat Parteivorsitzende, Fachleute für Sozialpolitik und die Grünen auf den Plan gerufen.
Das Krankenhaus und die Stadtverwaltung Solingen haben beschlossen, eine Servicegesellschaft zu gründen. Dieser Schritt würde es ihnen ermöglichen, tarifvertragliche Bindungen zu umgehen. Die Entscheidung hat von mehreren Seiten scharfe Kritik ausgelöst.
Martin Bender, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS e.V.), hinterfragte, wie die Sozialdemokraten in einer Phase hoher Inflation Lohnkürzungen unterstützen könnten. Heinz Bender, Sozialexperte derselben Vereinigung, argumentierte, dass Gehaltskürzungen die Mitarbeiter demotivieren und die Arbeitsmoral untergraben würden. Unterdessen richtete Jan Michael Lange, Fraktionsvorsitzender der BfS, Kritik an den konservativen Vorsitzenden des Aufsichtsrats, insbesondere wegen dessen Haltung zu Impfprioritätenlisten.
Auch die Solinger Grünen haben Stellung bezogen und lehnen die vom Bürgermeister beschlossenen Lohnkürzungen entschieden ab.
Die geplanten Gehaltskürzungen haben verschiedene Gruppen in ihrem Widerstand vereint. Zwar soll die Gründung der Servicegesellschaft Tarifverträge umgehen, doch der massive Gegenwind deutet darauf hin, dass sich der Konflikt nicht so schnell lösen lässt. Die lokalen Verantwortlichen stehen nun unter Druck, ihre Vorgehensweise zu überdenken.
