17 June 2026, 18:10

Solingen sucht Lösungen für Integration ukrainischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt

Delegation aus den Niederlanden besuchte das Solinger Jobcenter

Solingen sucht Lösungen für Integration ukrainischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt

Eine niederländische Delegation besuchte kürzlich das Jobcenter in Solingen, um über die Integration ukrainischer Geflüchteter in den lokalen Arbeitsmarkt zu sprechen. An dem Treffen nahmen auch Vertreter des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teil. Im Mittelpunkt standen Themen wie Sprachkurse, der Zugang zu medizinischer Versorgung und die Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung.

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Seit Beginn der Krise hat Solingen mehr als 1.750 Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen. Noch immer leben fast 1.400 von ihnen in der Stadt, davon besuchen 394 derzeit Deutschkurse. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 37 Prozent der Geflüchteten langfristig oder sogar dauerhaft in Deutschland bleiben möchten.

Jan Welzel, Leiter des Amts für Soziales und Recht in Solingen, stellte die Situation der Stadt auf Niederländisch vor. Die Delegation berichtete von niederländischen Erfolgsmodellen in der gesundheitlichen Versorgung. Beide Seiten räumten anhaltende Herausforderungen ein, etwa die Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse.

Ein weiteres zentrales Thema war die Finanzierung. Städte wie Solingen tragen den Großteil der Kosten für Unterbringung und Integration. Ziel der Gespräche war es, praktikable Lösungen für diese fortbestehenden Probleme zu finden.

Der Besuch unterstrich die Notwendigkeit einer besseren Anerkennung von Qualifikationen sowie einer nachhaltigen Finanzierung. Solingen unterstützt Geflüchtete weiterhin mit Sprachkursen und Maßnahmen zur Arbeitsvermittlung. Die Gespräche boten zudem Einblicke, wie andere Regionen – etwa die Niederlande – ähnliche Integrationsherausforderungen bewältigt haben.

Quelle