Solingen stoppt Vollsperrung der Langhansstraße nach Bürgerprotesten
Bauprojekt in Solingens Langhansstraße wird nach massiver Kritik komplett überarbeitet
Nach weitreichenden Bedenken wird das Bauvorhaben in der Langhansstraße in Solingen grundlegend neu geplant. Oberbürgermeister Daniel Flemm (CDU) ordnete die Änderungen an, um die Beeinträchtigungen für Pendler, Anwohner und Besucher zu verringern. Der ursprüngliche Plan sah eine vollständige Straßensperrung für über drei Monate im Sommer vor – diese wurde nun zugunsten einer flexibleren Lösung verworfen.
Ziel des Projekts ist die Modernisierung der Strom- und Wasserleitungen entlang der Langhansstraße, einer wichtigen Verkehrsachse in Solingen-Ohligs. Nach dem ersten Entwurf hätte die Straße ab Frühsommer komplett gesperrt werden sollen, was den Zugang zu beliebten Zielen wie der Ohligser Heide und dem Freibad Heide unterbrochen hätte. Diese Gebiete, die vom WDR oft als "grüne Lunge Solingens" bezeichnet werden, sind angesichts steigender Lebenshaltungskosten und Spritpreise besonders wichtig für bezahlbare Freizeitmöglichkeiten vor Ort.
Bezirksbürgermeister Marc Westkämper lobte die Neukonzeption als "kluge und bürgerfreundliche Entscheidung". Der überarbeitete Zeitplan sieht nun vor, die Straße während der Hauptreisezeit im Sommer zumindest teilweise befahrbar zu halten. Dadurch können Familien und Tagesausflügler weiterhin ohne unnötige Umwege zu den Naherholungszielen gelangen.
Der ursprüngliche Sperrplan hatte für Frust gesorgt, da er den Zugang gerade dann blockiert hätte, wenn Outdoor-Aktivitäten besonders gefragt sind. Mit dem neuen Ansatz will die Stadt die dringend notwendigen Infrastrukturarbeiten mit den Bedürfnissen der Anwohner und Besucher in Einklang bringen.
Das aktualisierte Baukonzept setzt nun auf möglichst geringe Einschränkungen: Die Langhansstraße bleibt im Sommer zumindest teilweise geöffnet, sodass der Zugang zu den wichtigen Freizeitbereichen erhalten bleibt. Die Stadt erwartet, dass die Änderungen die Belastung für Pendler verringern, ohne die geplanten Modernisierungen zu gefährden.






