26 June 2026, 16:27

Silvester-Traum platzt: Rentnerpaar flieht vor Dauerfeuerwerk in der Lüneburger Heide

Feuerwerk 'deutlich schwerer als im letzten Jahr'

Silvester-Traum platzt: Rentnerpaar flieht vor Dauerfeuerwerk in der Lüneburger Heide

Ein Rentnerpaar aus Dorsten verlebte den Silvesterabend in Schneverdingen – in der Hoffnung auf ruhige Feiertage. Doch die Lüneburger Heide, sonst als idyllischer Rückzugsort beworben, erlebte in diesem Jahr ein besonders starkes Feuerwerksaufkommen. Ihre Erfahrung lenkt die Aufmerksamkeit auf die wachsende Debatte über ein Feuerwerksverbot.

Rita und Wilhelm Zachraj waren in ihr Ferienhaus in der Igelweg in Schneverdingen gereist, um den Jahreswechsel ohne Böller und Raketen zu feiern. Stattdessen war ihr Grundstück von durchgehendem Feuerwerk umgeben – und zwar von 11 Uhr morgens bis zum nächsten Morgen. Rita Zachraj äußerte später ihre Verärgerung: Sie fühle sich von der Tourismuswerbung getäuscht, die eine ruhigere Umgebung versprochen habe.

Das Paar, das mit ihrem ängstlichen Straßenhund Odin in Dorsten lebt, ist mit seinen Bedenken nicht allein. Eine nicht repräsentative Online-Umfrage im Heidekreis ergab, dass 65 Prozent der Befragten ein Feuerwerksverbot befürworten – trotz der Beliebtheit der Tradition. Die Zachrajs unterstützen inzwischen eine bundesweite Petition für ein Verbot, die bereits über 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt hat.

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Der lokale Reporter André Ricci, der sich bei der Böhme-Zeitung mit den Themen Demografie und Individualisierung beschäftigt, hat über den Fall berichtet. Die Zeitung bietet zudem einen kostenlosen wöchentlichen Newsletter mit ausgewählten Geschichten aus dem Heidekreis an.

Die unablässigen Feuerwerke zerstörten den Zachrajs’ Urlaub und widersprachen dem Ruf der Region als Ort der Ruhe. Ihre Unterstützung für die Petition unterstreicht die wachsende öffentliche Zustimmung zu strengeren Regelungen. Mit über 1,5 Millionen Unterschriften wächst der Druck auf eine bundesweite Änderung der Politik.

Quelle