24 March 2026, 10:18

Rheinmetall boomt dank Europas Aufrüstungswelle und Rekordumsätzen

Ein Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das einen Soldaten in einem Helm und einer Militäruniform zeigt, der ein Gewehr hält, mit dem Text "Investieren Sie in die Invasion, kaufen Sie Kriegsanleihen" darüber.

Rheinmetall boomt dank Europas Aufrüstungswelle und Rekordumsätzen

Rheinmetall profitiert von Europas militärischer Aufrüstung

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall gehört zu den großen Gewinnern der europäischen Aufrüstungswelle. Das Unternehmen liefert erprobte Systeme – darunter hochmoderne Waffentechnik wie den Panzer Panther KF51, der sich bereits im Ukraine-Krieg bewährt hat. Angesichts des stark steigenden Verteidigungsetats Deutschlands verzeichnet Rheinmetall Rekordumsätze und einen wachsenden Auftragsbestand.

Die deutschen Militärausgaben sind rasant gestiegen: Für 2025 sind 78,5 Milliarden Euro vorgesehen – ein Anstieg von 28 Prozent gegenüber 2023 und fast das Doppelte des Wertes von 2015. Bis 2026 soll der Etat auf 115 Milliarden Euro klettern, bis 2030 sogar auf 160 Milliarden. Damit übertrifft Deutschland alle anderen Staaten im Tempo der Aufstockung, selbst die USA, die mit knapp einer Billion Dollar für 2026 weiterhin weltweit führend bleiben.

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Rheinmetall sichert sich in ganz Europa lukrative Aufträge. Deutschland setzt seit langem auf den Leopard 2, dessen Produktion und Modernisierung weiterläuft. Die Niederlande bestellten 2024 für 350 Millionen Euro 44 Kampffahrzeuge des Typs Leopard 2A4, die ab 2025 ausgeliefert werden. Rumänien und Ungarn haben in den Lynx KF41 investiert – Ungarns Deal im Volumen von zwei Milliarden Euro umfasst sogar eine Lizenzfertigung. Weitere Länder wie Tschechien und die Slowakei orderten große Stückzahlen des CV90-Schützenpanzers von Rheinmetall, während Lettland 2025 die Lieferung der gepanzerten Mannschaftstransportwagen Bandvagn 410 abschloss.

Die finanzielle Entwicklung des Konzerns spiegelt die hohe Nachfrage wider: Im ersten neun Monaten 2025 stieg der Umsatz auf 7,5 Milliarden Euro – 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn pro Aktie legte um fast 42 Prozent zu. Allein im dritten Quartal erzielte Rheinmetall 2,78 Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2024, bei einer operativen Marge von 12,9 Prozent. Trotz eines Rückgangs beim freien Cashflow – bedingt durch höhere Lagerbestände und geringere Vorauszahlungen – verfügt das Unternehmen per September 2025 über eine solide Liquidität von 557 Millionen Euro.

Analysten prognostizieren, dass Rheinmetalls Umsatz von 2023 bis 2025 jährlich um durchschnittlich 30 Prozent wachsen wird. Noch stärker legt der Auftragsbestand zu: mit einer Rate von 45 Prozent pro Jahr. Gleichzeitig soll die operative Marge auf 15,5 Prozent steigen. Der Panther KF51, ausgestattet mit Anti-Drohnen-Technologie, entwickelt sich dabei zu einem zentralen Verkaufsargument – schließlich gewinnt die Abwehr unbemannter Systeme in der modernen Kriegsführung immer mehr an Bedeutung.

Rheinmetalls Aufstieg fällt zusammen mit Europas Bestrebungen, die Verteidigungskraft zu stärken. Die wachsenden Aufträge und finanziellen Erfolge unterstreichen die Schlüsselrolle des Konzerns bei der Aufrüstung der Region. Angesichts steigender Militäretats und einer wachsenden Nachfrage nach hochmoderner Bewaffnung dürfte sich seine Position auf dem Rüstungsmarkt weiter festigen.

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