18 March 2026, 01:01

REEV-Lkw senken Betriebskosten um ein Drittel – und schonen die Umwelt

Ein blauer Lastwagen fährt auf einer Straße an einer Tankstelle vorbei, mit Strommasten und -leitungen entlang der Straße, Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

REEV-Lkw senken Betriebskosten um ein Drittel – und schonen die Umwelt

Eine neue Studie des Ingenieursdienstleisters FEV zeigt, dass elektrische Lkw mit Reichweitenverlängerer (REEVs) die Betriebskosten im Vergleich zu Dieselmodellen um bis zu einem Drittel senken könnten. Die Analyse verdeutlicht erhebliche Einsparungen bei den Gesamtbetriebskosten (TCO), die je nach Fahrprofil und Energiepreisen variieren. Diese hybridelektrischen Fahrzeuge bieten zudem ökologische Vorteile, da sie den CO₂-Ausstoß verringern, ohne die Praktikabilität im Fernverkehr einzuschränken.

REEV-Lkw kombinieren eine kleinere Batterie – in der Regel mit etwa 280 kWh – mit einer Reichweiten verlängernden Energiequelle, was sowohl das Fahrzeuggewicht als auch die Anschaffungskosten reduziert. Diese Bauweise ermöglicht eine höhere Nutzlast und macht teure Megawatt-Ladestationen überflüssig, da die nächtliche Depottankstelle mit 22 kW (etwa 240 kWh) für den täglichen Betrieb ausreicht. Die Studie geht von Industrie-Strompreisen von rund 19 Cent pro Kilowattstunde aus, wobei in Regionen mit günstigerem Strom noch größere Einsparungen möglich wären.

Im Vergleich zu rein elektrischen Fernverkehrs-Lkw, deren Batterien oft über 560 kWh liegen, führen die kleineren Batterien der REEVs zu niedrigeren Anschaffungspreisen und einer geringeren Abhängigkeit von öffentlichen Schnellladestationen. Da REEVs an bestehenden Depots mit Standard-Wechselstrom-Infrastruktur geladen werden können, sind die Hürden für Speditionen bei der Umstellung geringer. Die Berechnungen von FEV zeigen, dass selbst in den ungünstigsten Fernverkehrsszenarien die TCO noch um etwa 14 % sinken können.

Trotz dieser Vorteile bleiben Herausforderungen für eine breitere Einführung. Zwar gibt es Pilotprojekte für E-Lkw – etwa durch Milence, ein Joint Venture von Daimler, Volvo und Traton –, doch spezifische Daten zu Flottenumstellungen auf REEVs sind rar. Branchenspezifische Hürden umfassen die begrenzte Ladeinfrastruktur entlang wichtiger Transportrouten, den Bedarf an Hochleistungs-Ladestationen sowie die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle durch Partnerschaften.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass REEV-Lkw eine kostengünstige und flexible Alternative zu Diesel- und rein elektrischen Fernverkehrsfahrzeugen darstellen könnten. Durch nächtliches Laden im Depot und kleinere Batterien lassen sich die Betriebskosten senken, während gleichzeitig die Nachhaltigkeit verbessert wird. Eine flächendeckende Einführung hängt jedoch davon ab, Infrastrukturengpässe zu überwinden und die langfristige Wirtschaftlichkeit in realen Logistiknetzen unter Beweis zu stellen.

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AKTUALISIERUNG

REEV Trucks Cut Emissions by 82% in Latest FEV Study

Neue Analyse zeigt, dass REEV-Lkw ihren Treibhausgas-Fußabdruck um bis zu 82% reduzieren können, je nach Nutzung und Energie-Mix. Dieser signifikante ökologische Vorteil, der in der neuesten FEV-Studie beschrieben wird, stärkt den Fall für Hybrid-elektrische Frachtfahrzeuge als nachhaltige Alternative. Die Ergebnisse zeigen, wie range-extended battery-electric trucks sowohl wirtschaftliche als auch umweltfreundliche Vorteile im Fernverkehr bieten.