13 March 2026, 18:18

Ramadan-Streit unter Schülern löst Debatte über kulturelle Konflikte aus

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Publikum, einige klatschen, in einem Raum mit Stühlen, Tischen, Ballons, Vorhängen und Deckenleuchten, bei der Eröffnungsfeier einer neuen Schule.

Ramadan-Streit unter Schülern löst Debatte über kulturelle Konflikte aus

Ein Streit unter Zehnjährigen über das Fasten während des Ramadan hat an einer Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen eine Debatte ausgelöst. Der Konflikt, der zunächst als typische Kindheitsauseinandersetzung beschrieben wurde, hat nach Medienberichten, die ihn als kulturellen Zusammenstoß darstellten, größere Aufmerksamkeit erregt.

Der Vorfall begann mit Streitigkeiten zwischen Schülern, die für den Ramadan fasteten, und solchen, die es nicht taten. Schulbehörden und die Bezirksregierung Düsseldorf betonten später, dass solche Meinungsverschiedenheiten in diesem Alter durchaus üblich seien. Es gab keine Vorschriften, die nichtfastende Schüler verpflichteten, ihre Mahlzeiten zu verbergen.

Die Schule reagierte mit einer Klassenratssitzung, um die Auseinandersetzungen zu klären. Unterdessen veröffentlichte die Düsseldorfer Schulbehörde eine offizielle Stellungnahme, in der sie bestätigte, dass die Vorfälle am Joseph-Beuys-Gymnasium in Kleve ernst genommen würden. Man betone eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalt und Diskriminierung.

Konkrete Maßnahmen wurden bereits ergriffen: Eine externe Untersuchung durch unabhängige Experten läuft, und die beteiligten Lehrkräfte wurden bis zur Vorlage der Ergebnisse beurlaubt. Zudem soll bis Anfang 2026 ein Kriseninterventionsteam für betroffene Schüler eingerichtet werden. Die Schule plant weitere Gespräche mit allen Beteiligten, um die Kommunikation zu verbessern und noch offene Fragen zu klären.

Medienberichte, insbesondere von Bild, stellten den Vorfall als Teil eines größeren Kulturkampfs um Migration und religiöse Anpassung dar. Behördenvertreter wiesen jedoch wiederholt darauf hin, dass es sich um einen lokal begrenzten Schulfall handele und nicht um ein systemisches Problem.

Schule und Bezirksbehörden beobachten die Situation weiterhin genau. Die externen Ermittlungen, die Beurlaubungen von Lehrkräften und die geplante Krisenbetreuung zielen darauf ab, den Konflikt direkt anzugehen. Weitere Gespräche sollen für eine klarere Kommunikation in der Zukunft sorgen.

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