NRW kämpft für Mutterschutz-Lücke: 27.000 Selbstständige ohne Absicherung
Henry BraunNRW kämpft für Mutterschutz-Lücke: 27.000 Selbstständige ohne Absicherung
Selbstständige Frauen in Deutschland klaffen derzeit in den Mutterschutzbestimmungen – rund 27.000 bleiben jedes Jahr ohne Absicherung. Nordrhein-Westfalen hat nun eine Initiative auf Bundesebene vorangetrieben, um das Problem mit konkreten Vorschlägen und einer landesgeförderten Studie anzugehen.
Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) legte detaillierte Pläne für einen Mutterschutz vor, gestützt auf eine machbarkeitsgeprüfte Untersuchung mit staatlicher Förderung. Kernvorschlag ist eine einmalige Pauschalzahlung, die entgangene Einnahmen während der Schutzfrist ausgleichen soll.
Nordrhein-Westfalen übernahm dabei eine Vorreiterrolle, bildete ein breites Bündnis und brachte eine Bundesratsinitiative auf den Weg. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, eine Schwangerschaft dürfe niemals als berufliches Risiko betrachtet werden. Die Landesregierung fordert seit Langem gesetzliche Regelungen, um die bestehende Lücke zu schließen.
Ein Treffen in Berlin, organisiert vom Bundeswirtschaftsministerium, vereinte Politiker:innen, Wirtschaftsvertreter:innen und zivilgesellschaftliche Akteur:innen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, die als Grundlage für die Pläne dient, werden im Juli erwartet.
Ziel der Vorschläge ist es, selbstständigen Frauen während der Mutterschutzzeit finanzielle Sicherheit zu bieten. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, wäre dies ein Paradigmenwechsel in der Unterstützung von Müttern außerhalb klassischer Beschäftigungsverhältnisse. Der Abschlussbericht im Juli wird über die nächsten Schritte entscheiden.






