15 March 2026, 20:25

Notfallübung in Lünen scheitert: Warum die Sirenen stumm blieben

Eine Gruppe von Menschen vor einem Notfallgebäude mit Glaswänden, Säulen, einem Namensschild, Schildern auf Pfählen und einem Mülleimer.

Notfallübung in Lünen scheitert: Warum die Sirenen stumm blieben

Routine-Notfallübung in Lünen scheitert: Keine Sirene ertönte

Bei einer planmäßigen Notfallübung in Lünen am 12. März gab es einen schweren Rückschlag: Keine der Sirenen der Stadt heulte auf. Die Panne ließ die Bewohner ohne die erwarteten Alarm- und Entwarnungssignale zurück – obwohl andere Warnsysteme wie vorgesehen funktionierten. Die Behörden haben nun eine Untersuchung des technischen Defekts eingeleitet.

Die Übung sollte die Notfallwarnsysteme Lünens prüfen, darunter 28 über das Stadtgebiet verteilte Sirenen. Doch ausgerechnet alle blieben aufgrund einer Störung stumm. Während die örtlichen Sirenen versagten, berichteten Anwohner, Warnsignale aus Nachbarcommunen gehört zu haben.

Mobile Warnmeldungen erreichten die Bevölkerung dennoch über die Apps NINA und KATWARN sowie per Cell-Broadcast-Nachrichten. Diese Systeme arbeiteten einwandfrei und sorgten trotz des Sirenenausfalls für eine grundlegende Benachrichtigung.

Michael Thiel, kommissarischer Leiter der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes in Lünen, bestätigte das Problem kurz nach der Übung. Er bezeichnete die Situation als "inakzeptabel" und kündigte an, die Ursache zügig zu klären. Unklar blieb, wann die Sirenen zuletzt einwandfrei funktioniert hatten oder wie viele von ihnen in den vergangenen Jahren überhaupt einsatzbereit waren.

Die Übung offenbarten eine kritische Schwachstelle im Sirenennetz Lünens – wenn auch die alternativen Warnmethoden die Lücke schlossen. Die Behörden arbeiten nun daran, eine Wiederholung des Vorfalls zu verhindern. Die weiteren Schritte hängen von den Ergebnissen der laufenden technischen Prüfung ab.

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