28 June 2026, 12:14

Netzeband feiert 30 Jahre Theatersommer mit Puppenkunst und Opernflair

Die Magie des Milchholzes

Netzeband feiert 30 Jahre Theatersommer mit Puppenkunst und Opernflair

Das kleine Dorf Netzeband feiert diesen Sommer sein 30. Theatersommer-Festival

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Von Mitte Juni bis Ende August präsentiert das Festival eine Freilichtaufführung von Dylan Thomas’ „Unter dem Milchwald“. Gleichzeitig jährt sich zum 30. Mal der erste Aufruf zur Gründung des Festivals – ein Dokument, das heute als Hommage in der Temnitzer Kirche ausgestellt ist.

Netzeband, ein Ort mit weniger als 200 Einwohnern, hat sich dank Frank Matthus zu einem kulturellen Anziehungspunkt entwickelt. Der Schauspieler, Regisseur und Autor gründete den Theatersommer und prägte die künstlerische Wiedergeburt des Dorfes. Unterstützt wurde er dabei vom Landschaftsarchitekten Horst Wagenfeld, der die örtliche Kirche und die Dorfkneipe erhielt und das Gelände zu einem grünen Amphitheater für Aufführungen umgestaltete.

In diesem Jahr wird „Unter dem Milchwald“ mit Puppen inszeniert, die aus Alltagsmaterialien wie Dachlatten, Kleidung und Haushaltsgegenständen gefertigt sind. Zudem tritt der in den USA geborene Tenor J. Warren Mitchell mit Opernarien im Stil Pavarottis auf. Doch nicht nur Kunstbegeisterte kommen auf ihre Kosten: Die umliegende Kyritz-Ruppiner Heide, einst Militärgelände, beherbergt 79 Vogelarten, davon 28 gefährdete.

Um noch mehr Besucher anzulocken, bietet das Festival nun auch Übernachtungsmöglichkeiten bei Schauspielern an. Besonders Vogelbeobachter und Sternenfreunde sollen davon profitieren. Wenn der Regionalexpress 6 den Bahnhof von Netzeband verlässt, begleitet den Abschied das Zwitschern der Vögel – ein weiterer Beweis für den natürlichen Charme der Region.

Der Theatersommer wächst weiter und verbindet Theater, Musik und Natur. Die Veranstalter hoffen, durch ein breiteres Publikum die Strahlkraft des Festivals zu steigern. Es bleibt ein Zeugnis für Netzebands kulturellen und ökologischen Reichtum.

Quelle