02 May 2026, 10:18

Krebs, Kosmetik und Kontroversen: Wie Lerchek mit Eyya Skin polarisiert

Buntes Plakat für das National Cancer Institute mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das einen Kreis aus überlappenden, lächelnden Bildern von verschiedenen Menschen um den fetten, großgeschriebenen Titel zeigt.

Krebs, Kosmetik und Kontroversen: Wie Lerchek mit Eyya Skin polarisiert

Die russische Bloggerin Valeria Chekalina, bekannt unter ihrem Online-Namen Lerchek, hat ihre eigene Kosmetikmarke Eyya Skin auf den Markt gebracht – und das, während sie offen über ihren Kampf gegen Krebs im Spätstadium spricht. Ihre ungeschönte Art in Werbevideos spaltet die öffentliche Meinung: Während die einen ihre Ehrlichkeit bewundern, hinterfragen andere ihre Motive.

Chekalinas Entscheidung, ihre gesundheitlichen Probleme offen zu thematisieren und gleichzeitig Eyya Skin zu bewerben, ist ein ungewöhnlicher Schritt in den russischen sozialen Medien. Anders als viele Influencer, die sich in persönlichen Krisen zurückziehen, produziert sie weiterhin Inhalte – eine Mischung aus Widerstandskraft und emotionalen Appellen. Manche Zuschauer werfen ihr jedoch vor, in manchen Videos zu sehr auf Mitleid zu setzen.

Produzent Gera Ivashchenko bezeichnet Chekalinas Strategie als ungewöhnlich für ein russisches Publikum und vergleicht sie mit globalen PR-Taktiken, wie sie etwa die Kardashians nutzen. Ivashchenko betont, dass eine solche Offenheit viele verunsichern könne, da sie mit der in Russland üblichen Zurückhaltung bei Krankheiten bricht. Gleichzeitig vermutet er, dass Chekalina mit ihrer Marke und ihrer öffentlichen Präsenz die finanzielle Zukunft ihrer Kinder sichern wolle.

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Die Markteinführung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender juristischer Probleme von Chekalinas Ex-Mann, Artem Chekalin, der wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt wurde. Obwohl der Fall nichts mit ihrem Unternehmen zu tun hat, erhöht er die öffentliche Aufmerksamkeit für ihr Privatleben.

Der Start von Eyya Skin hat eine Debatte über die Grenzen zwischen Authentizität und Selbstvermarktung ausgelöst. Chekalinas Bereitschaft, ihre Kämpfe öffentlich zu teilen, hat ihr Image verändert – sie erntet sowohl Bewunderung als auch Kritik. Der Erfolg der Marke wird vermutlich davon abhängen, wie das Publikum weiterhin auf ihren ungeschönten Ansatz reagiert.

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