Kplus Group ändert Kurs nach massivem Neurologie-Rückschlag in Solingen
Henry BraunKplus Group ändert Kurs nach massivem Neurologie-Rückschlag in Solingen
Kplus Group überarbeitet Gesundheitsstrategie nach Rückschlag in der Neurologie
Nach einem schweren Rückschlag in der neurologischen Versorgung passt die Kplus Group ihre Gesundheitsstrategie an. Die Gruppe hat ihre Bewerbung für die neurologische Versorgung in Solingen und im südlichen Kreis Mettmann ab 2024 zurückgezogen. Dies folgt auf den Abgang des gesamten Neurologie-Teams der St.-Lukas-Klinik zu einem Konkurrenzkrankenhaus.
Auslöser der Umbrüche war das Städtische Klinikum Solingen, das die neurologische Abteilung der St.-Lukas-Klinik abwarb. Zum Team gehörten über 90 Mitarbeiter, darunter 26 Ärzte und mehr als 60 Pflegekräfte. Kai Siekötter, Sprecher der Kplus Group, warf dem Krankenhaus vor, unehrlich gehandelt und die Sorgen der Beschäftigten in einer verletzlichen Phase ausgenutzt zu haben.
Der Verlust des Neurologie-Teams zwingt die Kplus Group nun zum Umdenken. Künftig will sich die Gruppe auf den Ausbau der stationären Versorgung in Hilden und die Stärkung der ambulanten Dienste in Haan konzentrieren. Anwälte der Kplus Group betonen, dass der Schritt des Krankenhauses die medizinische Strategie der Gruppe und die regionale Gesundheitsversorgung durcheinandergebracht habe.
Trotz der Herausforderungen bleibt die Kplus Group auf Kurs, ihr gerichtlich überwachtes Sanierungsverfahren im frühen Jahr 2024 abzuschließen. Der letzte Schritt hängt von der Finalisierung der Investorenvereinbarungen ab. Danach rechnet die Gruppe mit einer stabilen und erfolgreichen Zukunft.
Die Kplus Group hat ihre Bewerbung für die neurologische Versorgung in Solingen und Mettmann fallen lassen. Die Umstrukturierung soll dennoch im ersten Quartal 2024 abgeschlossen werden. Mit der strategischen Neuausrichtung will die Gruppe die langfristige Stabilität ihrer verbleibenden Leistungen sichern.
