Neuer Oberbürgermeister: Olympia-Bewerbung besser auf Köln ausrichten - Köln will Olympiaspiele 2036 holen – doch nicht alle sind begeistert
Deutschland prüft Bewerbung für Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird bis Herbst 2026 eine Gastgeberstadt oder -region für die Olympischen Spiele auswählen. Mehrere Standorte, darunter Berlin, Hamburg und München, sind im Rennen – doch Nordrhein-Westfalen drängt mit einem Fokus auf Köln besonders nachdrücklich.
Torsten Burmester, der neu gewählte Kölner Oberbürgermeister, ist zu einer Schlüsselfigur der Bewerbung geworden. Der ehemalige DOSB-Präsident (bis 2021) argumentiert, dass Kölns weltbekannte Wahrzeichen wie der Dom die internationale Strahlkraft der Spiele stärken könnten. Sein Vorschlag sieht vor, die Rhein-Ruhr-Region mit Köln als "Hauptveranstaltungsort" der Spiele zu positionieren.
Die Kölner CDU-Fraktion unterstützt das Vorhaben und betont langfristige Vorteile wie neuen Wohnraum, modernisierte Sportstätten und verbesserte Verkehrsanbindungen. Ein Olympisches Dorf und ein Leichtathletikstadion sind in Chorweiler-Kreuzfeld geplant. Bis zum 19. April läuft eine öffentliche Abstimmung über die Bewerbung, wobei Befürworter auf Landes- und Bundesförderung für nachhaltige Projekte verweisen.
Doch es gibt auch Widerstand: Die Initiative NOlympia Colonia warnt vor finanziellen Risiken, Grundstückskonflikten und Verkehrsproblemen. Kritiker verweisen zudem auf die ohnehin angespannte Haushaltslage der Stadt. Burmesters Sieg bei der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag stärkt jedoch seinen Einfluss auf die Ausrichtung der Bewerbung.
Der DOSB hat sich noch nicht endgültig festgelegt. Andere Regionen bleiben im Rennen, doch der Vorstoß Nordrhein-Westfalens – mit Köln im Mittelpunkt – gewinnt an Fahrt. Eine Entscheidung über die deutsche Olympiabewerbung wird für Ende 2026 erwartet. Sollte Köln den Zuschlag erhalten, würde die Stadt Wettkämpfe ausrichten und gleichzeitig auf dauerhafte Verbesserungen von Infrastruktur und Sportanlagen hinarbeiten. Der Ausgang hängt von öffentlicher Unterstützung, Finanzierungskonzepten und der abschließenden Bewertung des DOSB ab.






