Karlspreis 2022: Drei belarussische Frauen kämpfen gegen Lukashenkos Regime
Mila BeckerKarlspreis 2022: Drei belarussische Frauen kämpfen gegen Lukashenkos Regime
Drei belarussische Oppositionsführerinnen erhielten 2022 den Internationalen Karlspreis für ihren Kampf gegen das autoritäre Regime in Belarus. Die renommierte Auszeichnung würdigte ihr Engagement für demokratischen Wandel in ihrem Land. Unter den Geehrten war auch Maria Kalesnikawa, die seit 2020 inhaftiert gewesen war, bevor sie Ende 2025 freigelassen wurde.
Der seit 1950 verliehene Karlspreis ehrt Persönlichkeiten, die sich für die Stärkung der europäischen Einheit und Werte einsetzen. 2022 ging er an Swjatlana Zichanouskaja, Maria Kalesnikawa und Veronika Zepkalo für ihren Widerstand gegen die autoritäre Führung in Belarus. Ihr Einsatz für faire Wahlen und Menschenrechte fand weltweit Beachtung.
Kalesnikawas Schicksal nahm im September 2020 eine dramatische Wende, als sie in Minsk festgenommen wurde. Ein Jahr später verurteilte ein Gericht sie zu elf Jahren Haft. Ihre Inhaftierung wurde zum Symbol für die brutale Unterdrückung von Opposition in Belarus.
Nach mehr als fünf Jahren hinter Gittern kam Kalesnikawa im Dezember 2025 im Rahmen einer größeren Gefangenenfreilassung frei. Seitdem lebt sie in Deutschland, wo sie ihr Wirken im Exil fortsetzt.
Der Karlspreis 2022 lenkte die Aufmerksamkeit auf den Mut der belarussischen Oppositionsbewegung. Kalesnikawas Freilassung beendete zwar ihre lange Haft, nicht aber ihr politisches Engagement. Sie schließt sich nun anderen exilierten Führungspersönlichkeiten an, die von außerhalb für Veränderung kämpfen.