27 March 2026, 00:19

Hochradioaktiver Castor-Transport erreicht Ahaus trotz Proteste sicher

Große Menschenmenge bei einer Straßenkundgebung gegen Atomkraft in Deutschland, mit Transparenten und Fahnen, sowie Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund.

Hochradioaktiver Castor-Transport erreicht Ahaus trotz Proteste sicher

Atommüll-Transport erreicht Ahaus unter strengen Sicherheitsvorkehrungen

Am Mittwochmorgen traf ein Transport mit hochradioaktivem Abfall in Ahaus ein, begleitet von massiven Sicherheitsmaßnahmen. Der Konvoi, der einen Castor-Behälter beförderte, stieß auf Proteste von Atomkraftgegnern. Polizei und Spezialeinheiten sicherten den Ablauf, der ohne Zwischenfälle verlief.

Die Kolonne war gegen 10 Uhr vom Forschungszentrum Jülich aufgebrochen und hatte rund 170 Kilometer bis zum Zwischenlager in der Nähe von Ahaus zurückgelegt. Strahlenschutzteams, Anti-Drohnen-Einheiten und etwa 2.400 Beamte begleiteten den Transport. Während der Fahrt gab es keine Störungen oder Sicherheitsvorfälle.

Das Zwischenlager liegt etwa zwei Kilometer vom Stadtgebiet entfernt. Dieser jüngste Transport reiht sich in eine jahrzehntelange Praxis ein: Seit 1995 wurden rund 120 Castor-Behälter nach Nordrhein-Westfalen gebracht, vor allem nach Ahaus und in die Region Gorleben. Die erste große Lieferung vor fast 28 Jahren hatte damals massiven Widerstand ausgelöst.

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Oppositionspolitiker kritisieren die fortlaufenden Transporte scharf; einige fordern sogar den Rücktritt der Landesumweltministerin Mona Neubaur. Trotz der Kontroversen hält die Regierung an Plänen für weitere Lieferungen fest.

Der Behälter erreichte sein Ziel ohne Vorfälle, doch Aktivisten äußerten weiterhin ihren Protest. Die Behörden bekräftigten ihre Absicht, zusätzliche Transporte durchzuführen, und betonten, dass die Sicherheitsstandards weiterhin eingehalten werden. Das Zwischenlager wird den Atommüll so lange aufnehmen, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist.

Quelle