Henkel kämpft mit steigenden Ölpreisen – doch Wachstum bleibt im Plan
Mila BeckerHenkel kämpft mit steigenden Ölpreisen – doch Wachstum bleibt im Plan
Der Konsumgüterkonzern Henkel, bekannt für Marken wie Persil und Schwarzkopf, sieht sich mit steigenden Kosten durch höhere Ölpreise konfrontiert. Die Lieferketten des Unternehmens geraten unter Druck, da Zulieferer und Logistikfirmen die gestiegenen Ausgaben weitergeben. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Henkel optimistisch und rechnet für 2026 mit weiterem Wachstum.
Die Krise trifft Henkel indirekt über die erhöhten Ölpreise, die Material-, Logistik- und Lieferkettenkosten in die Höhe treiben. Besonders kritisch ist die Route durch die Straße von Hormus, eine zentrale Verbindung zwischen Asien, wo es durch Schifffahrtsstörungen zu zusätzlichen Belastungen kommt. Rund fünf Prozent des weltweiten Umsatzes erzielt das Unternehmen im Nahen Osten – regionale Stabilität ist daher für die Geschäftsaktivitäten von großer Bedeutung.
Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel warnt davor, notwendige Preiserhöhungen hinauszuzögern, da die Kosten weiter steigen. Henkel setzt auf die Stärken seiner Produkte, um die höheren Preise zu rechtfertigen, und verlässt sich dabei auf die starke Markentreue bei Produkten wie Persil und Schwarzkopf. Das Unternehmen hofft, dass sich die aktuelle Krise noch vor Jahresende abschwächt.
Mit rund 47.000 Mitarbeitenden weltweit – weniger als 20 Prozent davon in Deutschland – ist Henkel ein globaler Akteur. 2021 erzielte der Konzern einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro. Trotz geopolitischer Unsicherheiten erwartet das Unternehmen bis 2026 ein organisches Umsatzwachstum von ein bis drei Prozent.
Henkels Strategie zielt darauf ab, durch Produktqualität das Vertrauen der Kundschaft auch bei Preisanpassungen zu erhalten. Das Unternehmen beobachtet die Entwicklung der Ölpreise und die Spannungen in den Lieferketten genau. Der Ausblick bleibt vorsichtig positiv – die Wachstumsziele für die kommenden Jahre bleiben vorerst bestehen.






