"Helden": Wie junge Künstler:innen Mut und Heldentum neu definieren
Theaterkollektiv Active Player NK präsentiert Helden – ein Stück über Mut und Heldentum
Das Berliner Theaterkollektiv Active Player NK hat seine neueste Produktion Helden vorgestellt, ein Stück, das sich mit den Themen Heldentum und Mut auseinandersetzt. Geschrieben und aufgeführt von jungen Menschen zwischen 12 und 26 Jahren, verbindet es schwarze Komödie, gesellschaftskritische Kommentare und philosophische Fragen zu einer einzigen Erzählung.
Das Stück bewegt sich zwischen Humor und ernster Reflexion. In einer Szene wird der Kapitalismus durch einen Streit zwischen den Figuren Jovana und Greta satirisch auf die Schippe genommen. Sophies Charakter hinterfragt, warum der Begriff „Held“ statt „Heldin“ verwendet wird, und löst damit eine Debatte über Sprache und Geschlecht aus.
Mohammed Amin spielt einen Charakter, der für eine Rettungsaktion 500 Euro verlangt – eine Anspielung auf die finanziellen Kämpfe von Künstler:innen. Ronnies Figur bezieht klar Position und weigert sich, Schuldgefühle wegen erlebter sexualisierter Gewalt zu entwickeln. Die Kampf- und Tanzszenen wurden von Lujain Mustafa choreografiert und verleihen der Aufführung dynamische Energie.
Active Player NK verzichtet auf klassische Vorsprechen. Stattdessen werden die Mitwirkenden per Losverfahren ausgewählt, was für eine vielfältige und inklusive Besetzung sorgt. Mohammad Eliraqui, seit 2022 Leiter der Gruppe, begann seine eigene Schauspielkarriere am Heimathafen Neukölln.
Helden bietet eine mutige Auseinandersetzung mit modernen Themen aus der Perspektive junger Schöpfer:innen. Das Stück ist Teil der aktuellen Spielzeit von Active Player NK und wird öffentlich aufgeführt.






