Hagen startet Pilotprojekt für smarte Energieeffizienz in lokalen Betrieben
Mats HartmannHagen startet Pilotprojekt für smarte Energieeffizienz in lokalen Betrieben
Ein neues Projekt in Hagen hilft lokalen Unternehmen, Energiekosten zu senken und Emissionen zu reduzieren. Das Future Energy Lab, unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, arbeitet mit vier mittelständischen Betrieben zusammen, um intelligente Sensoren zu installieren und den Energieverbrauch zu überwachen. Ziel ist es, Echtzeitdaten zu Strom, Gas und CO₂-Ausstoß zu erfassen – und so den Weg für effizientere und nachhaltigere Abläufe zu ebnen.
Vier Hagen ansässige Unternehmen – Härte Technik Hagen, KB Schmiedetechnik, Federnwerke Grüber und RUD-SCHÖTTLER – beteiligen sich an der Initiative. Bei jedem werden Sensoren eingebaut, die den Energieverbrauch detailliert erfassen. Die gesammelten Daten fließen in ein intelligentes Energiemanagementsystem ein, das gemeinsam vom Digitalisierungsspezialisten KEDi, dem Energieversorger ENERVIE und den teilnehmenden Firmen entwickelt wurde.
Das Projekt folgt einem klaren Ablauf: Zunächst zeichnen die Sensoren Energie- und Umweltdaten auf. Anschließend werden die Informationen zusammengefasst und auf der Urban Data Platform zugänglich gemacht. Analysten werten die Ergebnisse aus, um Schwachstellen und Einsparpotenziale zu identifizieren. Abschließend werden die Erkenntnisse genutzt, um industrielle Prozesse zu optimieren – und so Kosten sowie Emissionen zu reduzieren.
Doch das Vorhaben geht über die einzelnen Betriebe hinaus: Es ist Teil von klimakommune.digital, einer übergreifenden Initiative, die digitale Lösungen mit Klimaschutz in Hagen verknüpft. Durch die Erfassung von CO₂-Emissionen im gesamten Stadtgebiet werden größere Hebel für die Reduzierung der Umweltbelastung sichtbar. Zudem stellt das Future Energy Lab seine Ergebnisse anderen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zur Verfügung, damit diese von den Erfahrungen profitieren können.
Die teilnehmenden Firmen erhalten präzise, aktuelle Daten zu ihrem Strom- und Gasverbrauch. Damit lassen sich Abläufe optimieren, Ausgaben senken und der CO₂-Fußabdruck verringern. Langfristig wird die Urban Data Platform die Emissionen jedes Unternehmens anzeigen – und so den Fortschritt auf dem Weg zu den Klimazielen transparent machen.






