14 April 2026, 06:18

H2-Trust: Blockchain soll Wasserstoff-Lieferketten transparenter und fälschungssicher machen

Altes Dokument mit rotem Wachssiegel an einer Kette befestigt, sieht aus wie ein Vertrag mit sichtbarem Text.

H2-Trust: Blockchain soll Wasserstoff-Lieferketten transparenter und fälschungssicher machen

Neues Forschungsprojekt H2-Trust soll Wasserstoff-Lieferketten revolutionieren

Ein neues Forschungsvorhaben namens H2-Trust will die Nachverfolgung und Überprüfung von Wasserstoff-Lieferketten grundlegend verändern. Das Projekt zielt darauf ab, ein anbieterneutrales Open-Source-System zu entwickeln, das mithilfe der Blockchain-Technologie manipulationssichere Daten – von der Produktion bis zum Endverbraucher – gewährleistet. Mit einer Förderung von rund 2 Millionen Euro plant das Team, bis Mitte 2026 gemeinsam mit Industriepartnern einen Prototypen zu testen.

H2-Trust entsteht im Rahmen des Forschungsprojekts DUH-IT, das von März 2024 bis Februar 2027 läuft. Die Initiative wird aus dem EFRE/JTF-Programm in Nordrhein-Westfalen mit etwa 2 Millionen Euro unterstützt. Ihr Ziel ist es, als eine Art "digitaler Fingerabdruck" für Wasserstoff zu fungieren: Komplexe Lieferketten sollen vollständig transparent werden, während regulatorische Anforderungen durch die Blockchain automatisch erfüllt werden.

Eine der größten Herausforderungen für das Projekt sind die uneinheitlichen Datenanforderungen in verschiedenen Anlagenkonfigurationen und Betreiberpräferenzen. Dennoch will H2-Trust Prozesse standardisieren, die bisher manuell abgewickelt werden. Bis Mitte 2026 soll der Prototyp mit zwei ausgewählten Partnern getestet werden – Unternehmen, die sich durch eine starke Infrastruktur und ihr Engagement für nachhaltige Energielösungen auszeichnen.

Das System ist als Open-Source-Lösung konzipiert, um eine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern (Vendor Lock-in) zu vermeiden. Dieser Ansatz soll sicherstellen, dass die entwickelten Lösungen marktweit eingesetzt werden können. Zudem will H2-Trust echte Nachhaltigkeit garantieren, indem es verlässliche Daten zu den Produktionsbedingungen von Wasserstoff und dem Endprodukt selbst liefert.

Innerhalb der nächsten zwei Jahre plant H2-Trust die ersten Prototypen einzuführen. Das auf Blockchain basierende System soll Compliance-Prüfungen automatisieren und die Transparenz in Wasserstoff-Lieferketten deutlich verbessern. Bei Erfolg könnte es sich in den kommenden Jahren als branchenweite Alternative etablieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle