Grüne fordern radikale Wende für den Schienenverkehr in NRW – trotz bevorstehender Bauchaos
Marie SimonGrüne fordern radikale Wende für den Schienenverkehr in NRW – trotz bevorstehender Bauchaos
Die Grünen haben zentrale Forderungen zur Verbesserung des Schienenverkehrs in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Zwar würdigen sie die laufenden Modernisierungsbemühungen, warnen jedoch vor weiteren Einschränkungen für Fahrgäste in den kommenden Monaten. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Bahn als zuverlässige und attraktive Alternative zum Individualverkehr zu stärken.
In den vergangenen Wochen endeten die Sperrungen auf den Linien RE7 und RB48, was einige Reisebehinderungen verringerte. Dennoch betonen die Grünen, dass umfangreiche Bauarbeiten bevorstehen. Die dringend notwendigen Sanierungen des deutschen Schienennetzes würden unvermeidlich zu weiteren Beeinträchtigungen für Pendler führen, so die Partei.
Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, dankte den Anwohnern für ihre Geduld in dieser schwierigen Phase. Gleichzeitig fordert die Partei konkrete Maßnahmen, um den Schienenverkehr langfristig zu verbessern.
Zu den zentralen Forderungen gehört die Umleitung der RE2-Linie, um eine direkte Verbindung zwischen Solingen, dem Wuppertaler Hauptbahnhof und dem östlichen Ruhrgebiet herzustellen. Zudem setzen sich die Grünen für die Elektrifizierung der S7-Linie und deren Verlängerung bis Düsseldorf ein. Darüber hinaus soll vor Beginn der RRX-Bauarbeiten im Bereich Düsseldorf-Eller Mitte ein zusätzliches Weichenpaar errichtet werden.
Die Partei pocht auf eine bessere Abstimmung der Bahnprojekte und eine beschleunigte Modernisierung der Signaltechnik. Zudem fordern die Grünen, dass bei Landes- und VRR-Verkehrsplanungen lokale Prioritäten stärker berücksichtigt werden – etwa die Bedeutung des Bahnhofs Hilden oder der Bedarf an kommunalübergreifenden Busverbindungen.
Mit ihren Vorschlägen wollen die Grünen ein Schienennetz schaffen, das sicherer, pünktlicher und für Fahrgäste attraktiver ist. Dies sei ein entscheidender Schritt, um die Abhängigkeit vom Autoverkehr zu verringern. Im Fokus steht dabei die Verknüpfung regionaler Bedürfnisse mit der übergeordneten Verkehrsplanung.
