28 April 2026, 00:22

Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz nach fiktivem Erdbeben

Ein Kreisdiagramm, das den Katastrophenzyklus mit vier beschrifteten Phasen - Verringerung, Vorbereitung, Wiederherstellung und Reaktion - darstellt, die durch Pfeile verbunden sind und jeweils in Unterabschnitte unterteilt sind.

Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz nach fiktivem Erdbeben

Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz in großer Übung

Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, um die Einsatzfähigkeit im Ernstfall zu prüfen. Rund 100 ehrenamtliche und professionelle Einsatzkräfte bewältigten dabei ein Szenario, das auf einem schweren Erdbeben basierte. Behördenvertreter bezeichneten die Übung als wichtigen Schritt zur Stärkung des lokalen Krisenmanagements.

Im Mittelpunkt der Simulation stand ein fiktives Erdbeben der Stärke 6,5, das den nördlichen Teil des Kreises Euskirchen traf. Das Szenario, das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit lokalen Behörden entwickelt wurde, spiegelte Risiken wider, die bereits in der Bundesregierungseinschätzung von 2019 identifiziert worden waren. Um die Einsatzteams herauszufordern, wurden umfangreiche Schäden und zahlreiche Verletzte simuliert.

Die Führungsmannschaft des Kreises Euskirchen leitete die Übung auf der Führungsebene D gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift 100. Dem Team gehörten acht Mitglieder der Feuerwehr Mechernich sowie Fachleute aller kommunalen Feuerwehrverbände im Kreis an. Ihre Aufgabe bestand darin, die schnelle Entsendung von Kräften zu koordinieren, Ressourcen zu verteilen und die Kommunikation zwischen den Behörden aufrechtzuerhalten.

Zu den zentralen Aufgaben während der Übung zählten die Evakuierung von Anwohnern, die Versorgung und der Transport von Verletzten sowie die Bewältigung logistischer Herausforderungen. Die Einsatzkräfte wurden dabei unter Druck gesetzt, Prioritäten zu setzen und mit mehreren Organisationen zusammenzuarbeiten. Insgesamt nahmen rund 100 Helfer teil, um sowohl taktische Entscheidungsfindung als auch die praktische Umsetzung zu testen.

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Landrat Markus Ramers lobte die Übung als vollen Erfolg und bezeichnete sie als Meilenstein beim Aufbau langfristiger Krisenmanagementstrukturen. Die Simulation bot wertvolle Praxiserfahrung im Umgang mit Großschadenslagen und festigte gleichzeitig die Zusammenarbeit der Rettungsdienste. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun ausgewertet werden, um künftige Einsatzpläne weiter zu optimieren.

Quelle