17 March 2026, 00:17

Gestohlener Hofbräuhaus-Krug kehrt nach 55 Jahren mit rührender Entschuldigung zurück

Alte Werbeplakatabbildung mit zwei metallenen Bierhumpen und einem Glas Bier, mit Textbeschreibung der Gegenstände.

Gestohlener Hofbräuhaus-Krug kehrt nach 55 Jahren mit rührender Entschuldigung zurück

Gestohlener Bierkrug kehrt nach 55 Jahren ins Münchner Hofbräuhaus zurück

Ein entwendeter Bierkrug ist nach 55 Jahren in das Münchner Hofbräuhaus zurückgekehrt – zusammen mit einer Spende von 20 Euro von einer Amerikanerin, die den halblitergroßen Steinkrug der Serie "Saga" 1976 mitgenommen hatte. Das Geld kommt nun einer lokalen Kinderhilfsorganisation zugute.

Die englischsprachige Touristin gab zu, den Krug 1976 "ausgeliehen" zu haben, ohne ihn jemals zu bezahlen. Jahrzehnte später schickte sie die 20 Euro als verspätete Wiedergutmachung. Der Krug selbst, der heute im Hofbräuhaus-Shop für 19,95 Euro erhältlich ist, wurde 2020 in den Festsaal am Platzl zurückgebracht.

Solche Fälle sind keine Seltenheit: Das Hofbräuhaus erhält jährlich drei bis vier ähnliche Briefe oder zurückgeschickte Krüge. Allerdings führt das Haus keine Statistik über fehlende Stücke. In den vergangenen fünf Jahren wurde keiner der zurückgegebenen oder entschädigten Krüge offiziell als gestohlen gemeldet – alle Fälle endeten mit finanziellen Regelungen statt juristischen Konsequenzen.

Die 20 Euro fließen an die Initiative "Buntes Münchner Kindl", die bedürftigen Kindern hilft. Zwar geht das Hofbräuhaus bei verschwundenen Krügen selten rechtlich vor, doch dieser Fall zeigt, wie alte Schulden noch beglichen werden können. Der zurückgekehrte Krug steht nun wieder an seinem Platz – Jahrzehnte, nachdem er erstmals verschwand.

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