25 June 2026, 08:10

Gericht ebnet Weg für umstrittene Reform der Presseverteilung durch FFF-Allianz

Grosso-Streit: Regionalgericht entscheidet zugunsten der Verleger

Gericht ebnet Weg für umstrittene Reform der Presseverteilung durch FFF-Allianz

Ein deutsches Gericht hat eine weitreichende Umstrukturierung der Presseverteilung gebilligt. Das Landgericht Dortmund wies Anträge der Großhändler PDG und Lütkemeyer ab, die die Kündigung von Verträgen mit Verlagen blockieren wollten. Die Entscheidung ebnet der FFF-Allianz den Weg für ihre umstrittene Reform.

Das Bündnis strebt eine Zentralisierung der Presseverteilung an, indem es die bisherigen 13 regionalen Großhändler durch eine einzige Einheit ersetzt: die Presse-Grosso-Allianz (PGA). Bis Ende 2026 soll die PGA zum Hauptgroßhändler werden, bevor das neue System 2027 an den Start geht. Nur vier Unternehmen bleiben als Systempartner erhalten, während andere zu reinen Logistikdienstleistern herabgestuft werden.

Mit dem Dortmunder Urteil kann die FFF-Allianz nun voranschreiten. Trotz Widerstand bekräftigte das Bündnis sein Vorhaben. Mehrere Großhändler – darunter Jost, Mietke, PGSW und Grossounion Nord – haben jedoch noch Klagen gegen die Vertragskündigungen anhängig.

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Kritiker warnen, das Modell gefährde die Medienvielfalt. PDG und Lütkemeyer argumentieren, es untergrabe die diskriminierungsfreie Verteilung von Presseerzeugnissen. Der Bundesverband Presse-Grosso verurteilte die Kündigungen als gezielten Angriff auf einen unabhängigen Wirtschaftsbereich. Bis Sommer 2023 will der Verband die Reform mit juristischen Mitteln stoppen.

Das Bundeskartellamt hat bisher nicht eingegriffen. Einige Großhändler haben jedoch Beschwerden gegen die Genehmigung der FFF-Initiative eingereicht.

Das Urteil markiert einen wichtigen Meilenstein für die FFF-Allianz. Die Umstrukturierung reduziert die regionalen Großhändler auf einen zentralen Akteur. Doch mit dem Voranschreiten des Plans sind weitere Rechtsstreitigkeiten und regulatorische Prüfungen zu erwarten.

Quelle