18 April 2026, 06:18

Eurowings und Greenlyte planen erste SAF-Produktion am Flughafen Düsseldorf

Ein großes Passagierflugzeug auf der Rollbahn eines Flughafens mit Gras, Pflanzen, Gebäuden, Fahrzeugen, Polen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Eurowings und Greenlyte planen erste SAF-Produktion am Flughafen Düsseldorf

Eurowings und Greenlyte wollen nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) am Flughafen Düsseldorf herstellen. Die beiden Unternehmen haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um eine Pilotanlage zu errichten, die Kohlendioxid aus der Luft filtert und in synthetischen Kraftstoff umwandelt. Baubeginn ist für 2027 vorgesehen – vorbehaltlich der notwendigen Genehmigungen. Die Produktion soll 2028 starten.

Die Partner unterzeichneten eine Absichtserklärung für den Bau der sogenannten "Reallabor"-Anlage, in der die Technologie von Greenlyte zum Einsatz kommt. Dabei wird atmosphärisches CO₂ eingebunden und mit grünem Wasserstoff zu SAF verarbeitet. Ein Teil des benötigten Stroms stammt aus einer Solaranlage direkt am Flughafen.

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Sobald die Anlage läuft, soll sie jährlich rund 150 Tonnen SAF produzieren – genug für etwa 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma, vorausgesetzt, der Kraftstoff wird zu maximal 50 Prozent mit herkömmlichem Kerosin gemischt. Eurowings hat zugesagt, die gesamte Produktion der ersten drei Jahre abzunehmen.

Die geschätzten Kosten des Projekts liegen bei über zehn Millionen Euro. Trotz des hohen Preises – bis zu zehnmal teurer als herkömmliches Kerosin – dient die Anlage als Testfall. Ihr Ziel ist es, die Machbarkeit zu beweisen und den Weg für eine großtechnische Produktion zu ebnen.

Eurowings-Chef Jens Bischof forderte politische Unterstützung, um Investitionen in solche Anlagen zu beschleunigen. Seiner Meinung nach könnte staatliche Förderung den Markt für nachhaltige Flugkraftstoffe ausbauen.

Die geplante Produktionsmenge bleibt im Vergleich zum Branchenbedarf zwar überschaubar. Dennoch markiert das Projekt einen Schritt hin zur Reduzierung von Flugemissionen durch synthetische Kraftstoffe. Bei Erfolg könnte es den Bau größerer Anlagen und eine breitere Nutzung von SAF im Linienverkehr nach sich ziehen.

Quelle