07 May 2026, 18:16

EU soll Handelsabkommen mit Golfstaaten für saubere Rohstoffe und Wasserstoff prüfen

Liniengraph, der die US-Öl/Petroleumproduktion, -importe und -exporte im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

EU soll Handelsabkommen mit Golfstaaten für saubere Rohstoffe und Wasserstoff prüfen

Die Europäische Union wird aufgefordert, ihre Handelsbeziehungen zu den Golfstaaten trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten zu vertiefen. Ein neuer Bericht des Deutschen Wirtschaftsinstituts (IW) hebt mögliche Vorteile hervor, darunter den Zugang zu kohlenstoffarmem Stahl und günstigem Wasserstoff für die EU-Märkte.

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Das IW fordert die EU auf, ein Handelsabkommen mit den Golfstaaten abzuschließen. Ein solches Abkommen könnte helfen, wichtige Importe zu sichern – darunter sauberere Industrieprodukte und Energieträger. Der Anteil der EU an den Einfuhren aus der Golfregion ist bereits von 26 Prozent im Jahr 2004 auf nur noch 18 Prozent im Jahr 2024 gesunken.

Deutschland exportiert bereits Autos, Pharmazeutika und Maschinen in die Region. Der Bericht weist zudem darauf hin, dass kriegsbedingte Schäden an der Energieinfrastruktur der Golfstaaten die Nachfrage nach deutschen Ingenieursdienstleistungen steigern werden. Reparaturen und Modernisierungen in den kommenden Jahren könnten neue Aufträge für Maschinen- und Anlagenbauer bringen.

Über die Importe hinaus sieht das IW Chancen für deutsche Unternehmen, ihre Präsenz in der Golfregion auszubauen. Ein formelles Handelsabkommen würde Handelshemmnisse abbauen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen stärken.

Ein solches Abkommen könnte der EU helfen, ihre Lieferketten zu diversifizieren, während deutsche Firmen besseren Zugang zu den Golfmärkten erhielten. Angesichts der anstehenden Infrastrukturprojekte könnten Maschinenexporteure neue Möglichkeiten finden. Der Vorschlag des IW zielt darauf ab, die in den letzten zwei Jahrzehnten geschwächten Handelsverbindungen wieder aufzubauen.

Quelle