Essen beschließt historischen Sportentwicklungsplan für mehr Bewegung in der Stadt
Mila BeckerEssen beschließt historischen Sportentwicklungsplan für mehr Bewegung in der Stadt
Essen hat einen bedeutenden Schritt in Richtung "Stadt des Sports für ALLE Menschen" gemacht: Der Stadtrat hat am 25. März 2026 den Integrierten Sportentwicklungsplan (ISEP) verabschiedet. Das Ergebnis jahrelanger Forschung und Bürgerbeteiligung soll Sport und Bewegung für alle Einwohnerinnen und Einwohner zugänglicher machen.
Der ISEP wurde im September 2021 ins Leben gerufen, nachdem der Essener Stadtrat ein externes sportwissenschaftliches Institut mit der Projektleitung beauftragt hatte. In den folgenden Jahren entstand der Plan in vier zentralen Phasen: der Analyse der Ist-Situation, der Bedarfsermittlung, der Erarbeitung von Empfehlungen sowie der Optimierung bestehender Strukturen. Dabei flossen die Beiträge städtischer Fachbereiche, Sportvereine und lokaler Akteure ein – etwa durch Workshops, Umfragen und Diskussionsrunden.
Ein Schwerpunkt des ISEP liegt auf der besseren Nutzung öffentlicher Räume für sportliche Aktivitäten. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden 2024 drei Standorte untersucht und teilweise umgestaltet: die Schillerwiese, der Kattenturmpark und das Ufergebiet am Baldeneysee. Dort entstanden unter anderem multifunktionale Fitnessgeräte, naturnahe Grünflächen und sanierte Beläge. Diese Maßnahmen dienen als Vorbild für künftige Vorhaben in der gesamten Stadt.
Zudem verknüpft der Plan den Sport mit weiteren städtischen Entwicklungsbereichen wie Schulen, Jugendförderung und Quartiersplanung. Zwar liefert der Abschlussbericht eine strategische Roadmap, verbindliche Vorgaben enthält er jedoch noch nicht. Konkrete Umsetzungsmaßnahmen bedürfen separater politischer Beschlüsse.
Der ISEP bildet nun die Grundlage für Essens Sportförderung in den kommenden Jahren. Seine Umsetzung hängt von weiteren Entscheidungen der Stadtspitze sowie der fortgesetzten Zusammenarbeit mit lokalen Gruppen ab. Das Ziel bleibt klar: eine aktivere, inklusivere Stadt zu schaffen, in der Sport für alle erreichbar ist.






