EEbus startet Zertifizierung für intelligente Energietechnik im Januar 2023
Marie SimonEEbus startet Zertifizierung für intelligente Energietechnik im Januar 2023
Die EEbus Initiative hat ihre Mitgliederzahl auf 76 Unternehmen ausgebaut – ein Zuwachs gegenüber etwa 60 im Vorjahr. Die Gruppe führt nun ein neues Zertifizierungsprogramm für intelligente Energietechnik ein, das im Januar 2023 starten soll.
Kürzlich veranstaltete die Initiative ihren EEbus Summit in Köln, an dem rund 300 internationale Teilnehmer teilnahmen. Im Mittelpunkt standen Tests zur Gerätekompatibilität sowie der Austausch praktischer Erfahrungen.
Die Zertifizierung umfasst drei Stufen. Die erste, "EEbus ready", bestätigt, dass ein Gerät über die "Ship-and-Spine"-Architekturkommunizieren kann. Dieses System basiert auf demSmart-Home-IP-Transportprotokoll (Ship)und einem flexiblen Datenmodell (Spine*). Die beiden folgenden Stufen prüfen spezifische Anwendungsfälle, darunter Stromverbrauch und Netzüberwachung.
Vier zentrale Anwendungsfälle – LPC, LPP, MPC und MGCP – werden bewertet. Die höchste Zertifizierungsstufe erfordert zudem das Bestehen eines "Ship-Pairing-Service"-Tests*. Dieser Dienst ermöglicht automatische Verbindungen zwischen Steuerungseinheiten und Geräten per QR-Code.
Um Hersteller zu unterstützen, bietet die Initiative eine abonnementbasierte Testplattform an. Unternehmen können damit ihre Geräte vor der Zertifizierung prüfen.
Ziel der neuen Zertifizierung ist die Standardisierung der Kommunikation zwischen intelligenten Energietechnik-Geräten. Hersteller können ihre Produkte ab Anfang 2023 testen lassen, um die Kompatibilität innerhalb des EEbus-Netzwerks zu gewährleisten. Das wachsende Interesse der Branche an einheitlichen Energiemanagement-Lösungen spiegelt sich auch in der steigenden Mitgliederzahl der Initiative wider.






