13 March 2026, 02:15

Duisburg, Berlin oder München: Wer holt die Olympischen Spiele 2036 ins Land?

Ein Plakat, das die Olympischen Spiele in Mont-Agnes-Russes, Frankreich, ankündigt, zeigt eine Frau mit menschlichem Gesicht, die ein buntes Kleid trägt und einen Fächer hält, mit Text, der das Ereignis beschreibt.

Duisburg, Berlin oder München: Wer holt die Olympischen Spiele 2036 ins Land?

Mehrere deutsche Städte konkurrieren darum, die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 auszurichten. Berlin, Hamburg, München und die Rhein-Ruhr-Region – zu der 17 Städte in Nordrhein-Westfalen gehören – haben entweder bereits Bewerbungen eingereicht oder bereiten diese vor. Besonders engagiert zeigt sich dabei Duisburg, das seine Kandidatur mit Unterstützung der Paralympics-Silbermedaillengewinnerin Nele Moos als offizielle Botschafterin vorantreibt.

Duisburgs Bewerbung ist Teil des übergreifenden Kölner Rhein-Ruhr-Konzepts, das 17 Städte unter der Führung Kölns umfasst. Die Stadt hat bereits zentrale Wettkampfstätten benannt, darunter den Sportpark Wedau für Rudern, Kanusport und Klettern, während die Schauinsland-Reisen-Arena für Bouldern, Lead- und Speed-Wettkämpfe vorgesehen ist. In Kürze werden die Bürger Duisburgs und weiterer Bewerberkommunen in Bürgerentscheiden darüber abstimmen, ob sie die olympischen Pläne unterstützen.

Nele Moos, die bei den Paralympics 2024 in Paris Silber gewann, ist eng mit der Stadt verbunden. Hier begann ihre sportliche Laufbahn, und bis heute pflegt sie Kontakte zu ihrem Jugendverein, Eintracht Duisburg 1848. Als Botschafterin hebt sie die Herzlichkeit, den Charakter und die gastfreundliche Atmosphäre der Stadt als besondere Stärken für eine olympische Gastgeberrolle hervor.

Die Konkurrenz ist groß: Auch Berlin, Hamburg und München bewerben sich um die Ausrichtung der Spiele. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September 2026 entscheiden, welche Stadt oder Region als nationaler Kandidat in den internationalen Auswahlprozess einzieht.

Sollte Duisburg den Zuschlag erhalten, würde es in die Reihe deutscher Städte eintreten, die die Olympischen Spiele ins Land holen möchten. Die Ergebnisse der Bürgerentscheide und die DOSB-Entscheidung werden die nächsten Schritte prägen. Ein erfolgreicher Antrag könnte bedeuten, dass die Rhein-Ruhr-Region innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte eines der größten Sportereignisse der Welt ausrichtet.

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