Dortmund ermittelt in historischem Missbrauchsfall aus den 90ern und 2000ern
Mats HartmannDortmund ermittelt in historischem Missbrauchsfall aus den 90ern und 2000ern
Borussia Dortmund untersucht einen historischen Missbrauchsfall, der einen ehemaligen Mitarbeiter betrifft. Der Verein erwartet bis Ende des Jahres den Abschlussbericht zu der Angelegenheit. Die mutmaßlichen Straftaten sollen zwischen den frühen 1990er- und frühen 2000er-Jahren stattgefunden haben.
Erstmals wurde der Verein 2010 auf die Vorwürfe aufmerksam, konnte sie damals jedoch nicht verifizieren. Im Jahr 2023 kamen weitere Anschuldigungen ans Licht, die schließlich zur Entlassung des Beschuldigten und zum Entzug seiner Ehrenmitgliedschaft führten.
Im November 2025 beauftragte Borussia Dortmund eine unabhängige Prüfung des Falls. Zeitgleich durchsuchten Ermittler die Wohnung des Beschuldigten und beschlagnahmten elektronische Geräte sowie Datenträger. Die Staatsanwaltschaft Hagen hat die Ermittlungen übernommen; bisher wurden 23 potenzielle Opfer identifiziert.
Die Untersuchungen laufen noch. Der BVB wartet auf den Abschlussbericht, um die internen Prüfungen abzuschließen. Der Fall umfasst schwere Vorwürfe, die sich über mehr als ein Jahrzehnt erstrecken.
