Dinslakens erstes Stadtgespräch bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch
Mats HartmannDinslakens erstes Stadtgespräch bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch
Dinslakens erstes Stadtgespräch fand am 11. März 2026 im Stadtteil Hiesfeld statt
Rund 70 Bürgerinnen und Bürger trafen sich mit Bürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae, um über den Haushalt der Stadt, anstehende Projekte und lokale Anliegen zu diskutieren. Die Veranstaltung sollte den Austausch fördern – kurz vor der Abstimmung des Stadtrats über den Haushalt am 26. März.
Im Mittelpunkt stand der kommunale Haushalt, zu dem Thomae Einsparmaßnahmen erläuterte. Dazu gehört die Erhöhung der Grundsteuer B (Grundsteuer für bebaute Grundstücke), die in den vergangenen fünf Jahren bereits zu höheren Einnahmen geführt hat. Zwischen 2021 und 2025 stiegen die Einnahmen aus dieser Steuer von etwa 25 Millionen auf 32 Millionen Euro – bedingt durch neu bewertete Immobilien. Trotz gestiegener Ausgaben, etwa 15 Millionen Euro für Schulmodernisierungen (2023–2024) und 5 Millionen Euro für die Umrüstung von Straßenlaternen auf LED (2022–2025), schloss die Stadt die Bücher mit Überschüssen, darunter 8 Millionen Euro im Jahr 2024.
Bürgermeister Panke kündigte mehrere Vorhaben an: Die EBGS-Schule erhält eine neue Turnhalle, die Feuerwehrwache in Eppinghoven wird saniert, und weitere Straßenlaternen werden auf energiesparende LEDs umgestellt. Zudem betonte er die Bedeutung der Stadtgespräche für die Zukunft Dinslakens – als Plattform für den direkten Dialog zwischen Verwaltung und Bürgerschaft.
Die Anwesenden fragten nach geplanten Steuererhöhungen, der Zukunft der Eishalle, den Zeitplänen für Schulneubauten und der hohen Fehlzeitenquote in der Stadtverwaltung. Einige suchten nach Lösungen für aktuelle Herausforderungen, andere begrüßten das neue Format. Ein Teilnehmer lobte die Veranstaltung als Schritt zur besseren Zusammenarbeit vor Ort. Auch die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) brachten ein Thema ein: die Neugestaltung des Gelände des Hiesfelder Freibads.
Ein weiteres Stadtgespräch ist für den Herbst geplant. Bürgerinnen und Bürger mit offenen Fragen wurden aufgefordert, sich für weitere Informationen an das Bürgermeisterbüro zu wenden.
Die Veranstaltung markiert den Beginn eines neuen Ansatzes zur Bürgerbeteiligung in Dinslaken. Mit der anstehenden Haushaltsabstimmung am 26. März werden die Verantwortlichen nun die Rückmeldungen aus dem Dialog auswerten. Künftige Treffen und das Feedback der Bevölkerung sollen die Entscheidungen zu Steuern, Infrastruktur und lokalen Dienstleistungen mitprägen.