22 April 2026, 04:18

Deutsche Bahn in Abfallskandal verwickelt: Tausende Tonnen Giftmüll verschwunden

Ein Plakat, das eine Hinrichtungsszene in Preußen zeigt, mit zwei Männern, die ein Rad über einen liegenden Mann halten, umgeben von einem Zaun und Gebäuden, mit Text oben und unten.

Deutsche Bahn in Abfallskandal verwickelt: Tausende Tonnen Giftmüll verschwunden

Großangelegte Ermittlungen zu illegaler Entsorgung belasteter Erde von einer Deutsche-Bahn-Baustelle

Aktuell läuft eine großangelegte Untersuchung zur illegalen Entsorgung von belastetem Aushubmaterial von einer Baustelle der Deutschen Bahn. Zwischen Februar und November 2024 verschwanden fast 1.000 Lkw-Ladungen mit verschmutztem Material spurlos. Die Behörden verdächtigen ein Recyclingunternehmen und dessen Mitarbeiter, die illegale Machenschaft organisiert zu haben.

Die Deutsche Bahn baut derzeit für 400 Millionen Euro ein klimaneutrales ICE-Wartungswerk in Dortmund. Die Anlage, deren Inbetriebnahme für Mitte 2027 geplant ist, soll täglich bis zu 17 Hochgeschwindigkeitszüge warten. Doch nun steht das Projekt im Zusammenhang mit einem großflächigen Abfallskandal.

Etwa 24.000 Tonnen belastete Erde wurden von der Baustelle abtransportiert und illegal deponiert. Ermittler fanden heraus, dass der Großteil des Materials in zwei Kiesgruben bei Kamp-Lintfort landete, während ein beträchtlicher Teil auf einer wilden Mülldeponie in Selfkant abgeladen wurde. Dem beteiligten Recyclingunternehmen wird vorgeworfen, das Material ohne die erforderlichen Genehmigungen angenommen und entsorgt zu haben.

Dasselbe Unternehmen soll zudem illegalen Abfall von anderen Standorten, darunter Essen, Borken und Bocholt, behandelt haben. Ein 63-jähriger Mann aus Unna, der bereits in einem früheren Fall wegen der Entsorgung giftiger Abfälle verurteilt wurde, gilt als Schlüsselfigur des Netzwerks. In seiner kriminellen Vergangenheit findet sich auch eine Haftstrafe wegen der illegalen Entsorgung von giftigen Ölpellets.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Ermittlungen werfen zudem Fragen zur Aufsichtspflicht der Deutschen Bahn bei der Abfallentsorgung auf. Auch die Betreiber der Kiesgruben stehen in der Kritik, da sie belastetes Material ohne die notwendigen Erlaubnisse angenommen haben.

Der Fall betrifft Tausende Tonnen illegal deponierter Erde und mehrere betroffene Standorte. Die Behörden prüfen weiterhin die Rolle des Recyclingunternehmens und seiner Mitarbeiter. Der Skandal wirft ein Schlaglicht auf die Abfallwirtschaftspraxis bei einem der größten Schieneninfrastrukturprojekte Deutschlands.

Quelle